Video: Was ist die perfekte Route? AIS alfaplan und die Streckenoptimierung

Im neuen Webcast von Telematik-Markt.de erklärt Carsten Wachtendorf, Geschäftsführender Gesellschafter der AIS alfaplan GmbH, das Prinzip der vernetzten Streckenoptimierung. Bild: Telematik-Markt.de

Ahrensburg/Ulm, 12.11.2021 (msc).

Wie komme ich möglichst schnell von einem Ort zum anderen? Was für Autofahrer oft nur eine Frage der Dauer ist, stellt sich für Logistikbetriebe sehr viel komplizierter dar – gerade auch in Zeiten steigender Kraftstoffpreise. Für Carsten Wachtendorf, Geschäftsführender Gesellschafter der AIS alfaplan GmbH, liegt die perfekte Lösung darin, Telematik und Tourenplanung übereinanderzulegen.

Ein Anwendungsbeispiel zur Streckenoptimierung von AIS alfaplan. Bild: AIS alfaplan

Die entsprechenden Voraussetzungen wurden im vergangenen Jahr geschaffen, als der Auftragsmanagement-Spezialist AIS Advanced InfoData Systems GmbH aus Ulm den Tourenplanungsbereich alfaplan kaufte. Er habe eine Lücke schließen wollen, sagt Wachtendorf im Interview mit Telematik-Markt.de-Chefredakteur Peter Klischewsky. Wie werde eigentlich ein Lkw von A nach B gelotst, „und was ist die kostenoptimale Strecke“. Nach der Übernahme von alfaplan besitze man nun die nötigen Algorithmen, so Wachtendorf, und habe daraus das neue Produkt, die „Streckenoptimierung“, entwickeln können – der Name kam nach reiflicher Überlegung zustande.

Zahlreiche Faktoren für die individuelle Streckenoptimierung

„Ich fand’s besonders schade, dass nie die Kostenaspekte eine Rolle gespielt haben, warum es zu einer Wegfindung gekommen ist“, erzählt der Geschäftsführende Gesellschafter. Unterschiedlichste Faktoren fließen nun in die Berechnung ein. So lässt sich etwa der Stundensatz hinterlegen, die Kilometerpauschale, Mautkosten, aber auch die unterschiedlichen Kosten, die sich aus den verschiedenen Begebenheiten der Straßen ergeben. Pro Straßentyp können Wachtendorf zufolge weitere Kostenparameter berücksichtigt werden und so Verschleiß- und Verbrauchsdaten eines Lkw miteinfließen. Jeder Lastwagen bekomme so seine Route anhand seiner historischen Kostenstruktur übermittelt. Auf diese Weise sei AIS alfaplan mit seinen vorgeschlagenen Alternativrouten im Schnitt ein bis zwei Prozent schneller jene Strecken, die „über den klassischen Navigationsalgorithmus“ aufgerufen werden, erläutert Wachtendorf. Beispielsweise könnten auch tagesaktuelle Spritpreise miteinbezogen werden, was dazu führen könne, dass der gleiche Lkw mit gleichem Auftrag eine Woche später eine andere Route vorgeschlagen bekomme, weil sich die Kostenparameter inzwischen geändert haben.

Wichtig für den Erfolg der eingesetzten Lösung sei aber auch, dass die Fahrer sich an die Vorschläge halten, damit die Kombination aus Telematik und Tourenplanung wirke. Außerdem solle man keine Pauschaldaten einfließen lassen oder wichtige Faktoren vergessen.

Konkurrenz und Entwicklungspläne

Wo sieht sich das Unternehmen mit seinem Produkt im Vergleich mit den Mitbewerbern? In diesem Bereich habe man keine Konkurrenz, gibt Wachtendorf selbstbewusst an. „Es geht vielmehr darum, mich dort im System zu beweisen“, also mit dem Produkt zu überzeugen.

Es gehe nun darum, das Produkt gegebenenfalls zu erweitern. So arbeiten die Ulmer gerade an der Frage, wie sinnvoll eine Stauumgehung ist – lohne es sich, einen Lastwagen um eine Verkehrsstörung herumzulosten, vielleicht sogar in bergiges Gelände? AIS alfaplan wolle kundenindividuelle Parameter finden, unterstreicht Wachtendorf, auch wenn man bereits einen großen Teil davon abdecke.

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