Scanner und Tablets als Risikofaktoren im Supply Chain Management

Hamburg, 04.03.2026.

Geopolitische Krisen, wesentlich mehr Cyberangriffe, eine zunehmend schwieriger zu prognostizierende Marktvolatilität und immer höhere Kundenerwartungen – deutsche Logistikunternehmen kämpfen an vielen Fronten um eine stabile Lieferkette. Während Strategien wie Nearshoring und künstliche Intelligenz intensiv diskutiert werden, übersehen viele Firmen eine häufig unterschätzte, jedoch äußerst systemkritische Schwachstelle: die teilweise beträchtliche – und wachsende – Anzahl mobiler Endgeräte in den Händen ihrer Mitarbeitenden. Dabei bilden Scanner, Tablets und Handhelds das technologische Rückgrat moderner Lieferketten. Ein Problem, das größer ist, als viele Unternehmensverantwortliche vermuten.

Cover der Studie "Digitale Innovationen: Was die Transport- und Logistikbranche jetzt braucht". Bild: SOTI

Laut dem Branchenbericht Digitale Innovationen: Was die Transport- und Logistikbranche jetzt braucht von SOTI empfinden nämlich 49 Prozent der deutschen Logistikmitarbeitenden Geräteausfälle als erheblichen Stressfaktor. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind messbar: 39 Prozent müssen deswegen Überstunden leisten, 30 Prozent verfehlen sogar die eigenen Zielvorgaben. Was auf den ersten Blick nach einem IT-Problem aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als strategisches Risiko für die gesamte Wertschöpfungskette, bis hin zum Kunden.

Die perfekte Krise: Drei Problemfelder, die die Situation verschärfen

Die Herausforderungen im mobilen Gerätemanagement werden durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren verstärkt. Zum einen sehen sich deutsche Unternehmen durchschnittlich mehr als 1.200 Cyberangriffen pro Woche („Global Cyber Attack Report“ von Check Point Software Technologies) ausgesetzt, wobei mobile Endgeräte in der Logistik besonders gefährdet sind. Diese kommunizieren permanent mit sensiblen Backend-Systemen, werden in wechselnden Teams genutzt und sind physisch stark beansprucht. Der Digitalverband Bitkom hat schon 2022 auf Basis einer repräsentativen Befragung von mehr als 400 Logistikunternehmen in Deutschland folgende Ergebnisse veröffentlicht: Jedes zweite Logistikunternehmen (51 Prozent) hat seine Sicherheitsmaßnahmen bereits verschärft, 70 Prozent betrachten IT-Sicherheit als zentrales Problem.

Darüber hinaus verschärft der Fachkräftemangel die Lage. Nahezu neun von zehn Logistikbetrieben (89 Prozent) sehen darin das größte Digitalisierungshemmnis. Durchaus begründet, leiden doch fast zwei Drittel (62 Prozent) der Unternehmen in Deutschland unter einem akuten Bedarf an IT-Fachkräften und bemängeln 87 Prozent fehlende Digitalkompetenzen innerhalb der eigenen Belegschaft. Eine daraus resultierende Überlastung der IT-Teams kann in der Konsequenz dazu führen, dass nur noch auf besonders kritische Störungen reagiert wird.

Der SOTI-Report „Mobilität bewegt: Warum Echtzeit-Analysen für die digitale Transformation entscheidend sind“ deckt in diesem Zusammenhang ein schwerwiegendes Defizit in mehr als der Hälfte aller Firmen in Deutschland auf. Demnach verfügen 53 Prozent der IT-Teams nicht über die notwendigen Ressourcen, um Geräteprobleme zeitnah aus der Ferne zu beheben.

Virale Trends und externe Ereignisse machen Peak Seasons unplanbar. Umso wichtiger ist die jederzeit reibungslose Verfügbarkeit mobiler Endgeräte für ein funktionierendes Fulfillment.

Von reaktiv zu proaktiv: Wie intelligentes Device Management Lieferketten stabilisiert

Der Schlüssel zu einer robusten, stets einsatzbereiten Geräteflotte liegt jedoch nicht in mehr IT-Personal oder größeren Gerätebudgets, sondern im Einsatz intelligenter Enterprise Mobility Management (EMM)-Technologie. Moderne EMM-Lösungen wie SOTI MobiControl XS verwandeln reaktives Krisenmanagement in planbare, effiziente Prozesse. Sie überwachen kontinuierlich den Zustand jedes einzelnen Geräts in der Flotte – vom Batteriestatus über Speicherkapazitäten bis zu Betriebssystemversionen und App-Performance. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass Probleme bereits erkannt und behoben werden können, bevor sie überhaupt auftreten. Und das Beste: Die meisten Probleme lassen sich per Fernzugriff lösen, was Reparaturzeiten von früher oft mehreren Stunden auf wenige Minuten reduzieren kann. Auch die Kostenersparnis ist erheblich, denn ungeplante Geräteausfälle verursachen nicht nur direkte Produktivitätsverluste, sondern auch versteckte Kosten durch Notfall-Hotline-Anrufe, Express-Ersatzteilbeschaffung und frustrierte Mitarbeitende.

Experten betonen, dass resiliente Lieferketten sowohl präventive als auch reaktive Strategien erfordern. Insofern ist die Fähigkeit, Störungen frühzeitig zu erkennen und schnell darauf zu reagieren, für die Wettbewerbsfähigkeit überaus entscheidend.

Stefan Mennecke, VP of Sales, Middle East, Africa & Central, Southern and Eastern Europe bei SOTI, sieht diese Entwicklung ähnlich: „In einer Zeit, in der Lieferketten zunehmend digital gesteuert werden, können sich Unternehmen Device-Ausfälle nicht mehr leisten. Intelligentes Gerätemanagement ist längst kein technisches Detail mehr, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. EMM gibt IT-Teams die Kontrolle über ihre Mobilgeräteflotten zurück, anstatt dass die Endgeräte selbst die betrieblichen Abläufe vorgeben. Unternehmen schaffen nicht nur operative Stabilität, sondern verschaffen sich messbare Wettbewerbsvorteile: kürzere Ausfallzeiten, gesteigerte Produktivität im operativen Bereich, niedrigere Betriebskosten und letztlich zufriedenere Kunden.“

Der blinde Fleck vieler Supply-Chain-Strategien

Die Ironie liegt auf der Hand: Unternehmen investieren in KI-gestützte Analyse- und Optimierungstools, vernachlässigen jedoch die mobile Geräteinfrastruktur, die die entscheidenden Daten liefert. Resiliente Lieferketten, zuverlässige prädiktive Echtzeitanalysen, eine robuste Cybersicherheitsarchitektur und flexible Skalierung setzen jedoch zentral verwaltbare und zuverlässig funktionierende Devices voraus. Quelle: SOTI

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