Klimafreundlicher Schwerlastverkehr: Bund pumpt 220 Mio. Euro in ein bundesweites Wasserstoff-Tankstellennetz

Berlin, 03.02.2026.

Mit 220 Millionen Euro unterstützt das Verkehrsministerium den Aufbau eines bundesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes für Nutzfahrzeuge. Ziel ist, klimafreundliche Antriebe im Schwerlastverkehr voranzubringen und Speditionen den Umstieg zu erleichtern.

Das Bundesministerium für Verkehr fördert den Aufbau eines deutschlandweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes für schwere Nutzfahrzeuge. Damit soll die Grundlage geschaffen werden, um Wasserstoff-Lkw verlässlich in den Markt zu integrieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Maßnahme ist Teil der Strategie, den Straßengüterverkehr klimaneutral und zugleich wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.

220 Millionen Euro für 40 Tankstellen

Für die Umsetzung stellt das Ministerium insgesamt 220 Millionen Euro bereit. Mit den Mitteln sollen bis zu 40 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen entstehen. Parallel dazu werden bis zu 400 Nutzfahrzeuge mit wasserstoffbasiertem Antrieb gefördert. Das Konzept sieht eine kombinierte Förderung vor: Investitionen in neue Tankstellen werden mit der Anschaffung entsprechender Fahrzeuge verknüpft. So soll von Beginn an eine stabile Grundauslastung der Infrastruktur gewährleistet werden.

Kombination von Infrastruktur und Fahrzeugförderung

Die duale Förderung adressiert das bekannte „Henne-Ei-Problem“ der Technologieeinführung. Während Betreiber verlässliche Betankungsmöglichkeiten erhalten, profitieren Transportunternehmen von einem wachsenden Netz an Standorten. Wasserstofftankstellen können mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden. Für Nutzfahrzeuge der Klassen N2 und N3 beträgt der Zuschuss bis zu 80 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem konventionellen Dieselmodell.

Beitrag zu europäischen Ausbauzielen

Der Förderaufruf unterstützt zugleich die Umsetzung der EU-Vorgaben zur Alternativen Kraftstoffinfrastruktur (AFIR-Verordnung) und trägt zum Ausbau entlang der europäischen TEN-V-Korridore bis 2030 bei. Damit ist die Maßnahme auch ein Schritt hin zu einer europäischen Koordination von Wasserstoffmobilität.

Antragstellung bis Mai 2026 möglich

Projektanträge können bis zum 31. Mai 2026 über das Online-Portal des Bundes eingereicht werden. Weitere Informationen zu Förderbedingungen und Antragsunterlagen stehen auf den Webseiten des Projektträgers Jülich bereit. Quelle: BMV

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