Empfehlungsplattform für Lkw-Fahrer soll Fahrermangel entgegenwirken

München, 24.05.2019.

Der Verlag Heinrich Vogel und Spedifort haben mit Drive4Drivers gemeinsam eine neue Plattform an den Start gebracht, die auf der Empfehlung von Kollegen basiert. Nach einer Pilotphase beginnt nun der Livebetrieb.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind eine Million Berufskraftfahrer 45 Jahre oder älter, die Mehrzahl geht mit 60 in Rente. Mit 67.000 Fahrern, die altersbedingt jährlich aus dem Beruf ausscheiden, und 27.000 Personen, die über Ausbildung oder Nachqualifikation dazukommen, wird die Lücke immer größer. Neue Fahrer zu finden, wird schwieriger - und das vor dem Hintergrund, dass der boomende Internethandel zusätzlichen Bedarf bedeutet. Eine neue Plattform soll Unternehmen die Suche nach neuen Fahrern künftig erleichtern. Der Verlag Heinrich Vogel und Spedifort haben mit „Drive4Drivers“ – kurz D4D – ein Portal an den Start gebracht, das die Anwerbung von neuem Fahrpersonal über die vorhandenen Fahrer ermöglichen soll.

Bei Drive4Drivers geht es vor allem darum, dass bis dato branchenfremde Arbeitssuchende von den Fahrern angeworben werden, um in die Logistik einzusteigen. Schwerpunktmäßig forciert sich D4D auf Berufskraftfahrer. Doch auch die Suche nach Busfahrern soll künftig möglich sein. Weitere Berufsbilder wie Staplerfahrer oder Lagerfachkräfte sind ebenfalls geplant.

Im April ging Drive4Drivers mit ausgewählten Testkunden in den Probebetrieb. „Jeder Testkunde hat auf seine Ausschreibung mindestens eine Bewerbung bekommen“, so Andreas Rinnhofer von Spedifort. Unternehmen haben die Möglichkeit, auf Drive4Drivers mit Hilfe eines Textbaukastens Stellenangebote einzustellen, die automatisch in zwölf weitere Sprachen, darunter Polnisch, Bulgarisch und Rumänisch, übersetzt werden. Alle Fahrer eines Unternehmens können dann die ausgeschriebenen Stellen in sozialen Netzwerken oder per E-Mail teilen und erhalten bei erfolgreicher Rekrutierung von den suchenden Unternehmen Vermittlungsprämien. Diese Möglichkeit zum sogenannten „Social Recruting“ soll für eine besonders hohe Reichweite der eingestellten Anzeigen sorgen. Quelle: Springer Fachmedien München GmbH

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