Anwendertest: CCT-Gruppe steigt auf YellowFox-Telematik um

Die CCT-Gruppe ist auf Lebensmitteltransporte spezialisiert und mit ca 200 Fahrzeugen in ganz Deutschland unterwegs. Bild: CCT-Gruppe
Neben der CCT Logistik GmbH gehören auch die SRT Logistik GmbH, die CSL Logistik GmbH und die WTB Logistik GmbH zur CCT-Gruppe. Insgesamt verfügt die Gruppe über ca. 200 Einheiten, also jeweils Zugmaschine und Auflieger, und beschäftigt knapp 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unter anderem auch aufgrund der Spezialisierung auf Lebensmitteltransporte ist Telematik für Kasper alles andere als ein Fremdwort. Bereits seit mehreren Jahren setzte man hierfür auf ein Flottenmanagementsystem. Im Jahr 2020 trat dann die Telekom an die CCT und stellte den Telematik-Anbieter YellowFox vor. „Wir sind seit Jahren Telekom-Partner und die Telekom arbeitet mit YellowFox zusammen. Die sind dann auf uns zugekommen und meinten ‚Wir haben da was für euch, wollt ihr das nicht mal testen?‘ Das taten wir dann auch und entschlossen uns schnell, zu wechseln“, erinnert sich Daniel Kasper an den unkomplizierten Entscheidungsprozess.
Mehr Komfort bei YellowFox
Nun ist der Wechsel eines Telematik-Systems bei einem Fuhrpark mit 200 Fahrzeugen und dem doch recht anspruchsvollen Anwendungsfall nichts, was man ‚mal eben‘ durchführen könnte. Eine solche Entscheidung machen sich daher auch viele Unternehmen alles andere als leicht. Für Daniel Kasper lagen die Vorteile aber auf der Hand: „Das Konzept hat uns überzeugt und das Gesamtpaket ist einfach viel größer bei YellowFox. Zum Beispiel haben wir bei unserem vorherigen Anbieter versucht, die Spesenabrechnung einzuführen. Das ging jedoch nicht direkt, sondern nur über einen externen Partner. Unsere Daten mussten also immer noch zusätzlich über einen Dritten laufen und das funktionierte nie richtig.“ Bei YellowFox ist dies Teil des eigenen Funktionsportfolios und wird aus einer Hand geboten. Ebenso verhielt es sich mit den Fahrerdaten, die zuvor auch über einen Dritten gespeichert und verarbeitet wurden. Derartige Schnittstellen sind zwar nichts Unübliches, jedoch war die Anbindung nicht ganz optimal. Wollte man einen neuen Fahrer im System anlegen, musste man erst eine Mail an diesen dritten Technologie-Partner schreiben. „YellowFox nutzt seine eigene Plattform, die speichern das einfach alles selbst“, erklärt Kasper. Dadurch habe man auch nur einen einzigen Ansprechpartner und man müsse „bei Problemen nicht verschiedene Unternehmen anrufen, die jeweils die Schuld hin und her schieben. Man ruft bei YellowFox an und dann passiert da auch etwas.“
| Tester: | CCT Logistik GmbH |
| Interviewpartner: | Daniel Kasper (Fuhrparkleiter für die CCT-Gruppe, Verkehrsleiter für CCT Logistik GmbH) |
| Autor: | Peter Klischewsky, Telematik-Markt.de |
| Kerngeschäft: | Lebensmitteltransporte |
| Fuhrpark/Personal: | ca. 200 Fahrzeuge / 450 Personen |
| Wirkungskreis: | bundesweit |
| Anforderungsprofil des Anwenders: | Die CCT suchte ein Fuhrparkmanagementsystem, welches neben den Standard-Funktionen zu Erfassung und Dokumentation der Tachodaten, der Standortbestimmung und den Fahrtzeitberechnungen auch Funktionen wie etwa eine Spesenabrechnung und Fahrstilanalyse bieten sollte. Wichtig dabei war jedoch, dass die Lösungen aus einer Hand kommen und keine Drittanbieter erforderlich machten. |
Rollout noch nicht abgeschlossen
Doch was nutzt man denn nun eigentlich genau von YellowFox? Die Spesenabrechnung fällt dem Fuhrparkleiter sofort ein. Die wird aber erst genutzt, sobald alle Fahrzeuge ausgestattet sind. Die dafür nötigen Arbeiten verzögerten sich in den vergangenen Jahren aufgrund der Corona-Krise und der starken Fahrzeugauslastung. Es ist jedoch eine der wesentlichen Funktionen, die bereits beim Test begeistern konnte.
Erste Funktionen überzeugen im Betrieb
Die Führerscheinkontrolle wird hingegen bereits genutzt, auch wenn noch nicht alle Fahrzeuge integriert sind. „Bei der CSL in Leipzig läuft die schon ganz normal und läuft auch gut. Das ist etwas, was ich ganz schnell für die anderen Flotten haben möchte“, freut sich Daniel Kasper.
Auch die Fahrstilanalyse von YellowFox hat sich bereits bewährt. So hat man bei der CCT beispielsweise verschiedene neue Reifen über einen Zeitraum von mehreren Monaten getestet. Mit YellowFox wurden währenddessen die Daten zum Sprit-Verbrauch zusammen mit dem Fahrverhalten ausgewertet, um so Unterschiede zu bemerken. Insgesamt erhält man über YellowFox allerhand Daten, etwa zum Beschleunigungs- und Bremsverhalten und dem Verhalten in Kurven, sowie darüber, wie effizient gefahren wird.
Lenkzeiten-Erfassung und Geodaten
Eine Standard-Funktion, die bereits täglich genutzt wird, ist das Tachodaten-Management. Also zur Berücksichtigung und Dokumentation über die Zeiten, die eine Fahrerin oder ein Fahrer noch fahren dürfen und wann eine Pause gemacht werden muss. Ebenso profitiert die CCT natürlich von den üblichen Informationen zu Standorten und den voraussichtlichen Fahrtzeiten, die insbesondere zur Transparenz gegenüber den Kundinnen und Kunden wichtig sind und dort, aber auch bei der CCT selbst, für bessere Planbarkeit sorgen.
Erste Schulungen gestartet
Um alle Kniffe und Möglichkeiten des neuen Systems zu lernen, hat Daniel Kasper am Anfang dieses Jahres auch die ersten Mitarbeitenden zur Schulung schicken können, die YellowFox für seine Kundinnen und Kunden anbietet. Vorher sei das seitens CCT nicht möglich gewesen, erklärt Kasper, aber offensichtlich war es auch nicht unbedingt notwendig. Denn seit bereits einem Jahr arbeiten die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausschließlich mit YellowFox. Die Schulung soll das Verständnis mit der Telematik jedoch nochmal erweitern und vertiefen. Kasper hofft, in nächster Zeit und mit dem vollständigen Rollout der Lösung auch alle weiteren Mitarbeitenden in die sogenannte „YellowFox Academy“ schicken zu können.
Bedienung im Fahrzeug
Die Bedienung seitens des Fahrpersonals erfolgt über Tablets. Einzige Ausnahme sind die Mercedes-Fahrzeuge, in denen die bereits verbaute Hardware benutzt werden kann. Im Mercedes-System ist die YellowFleetApp nämlich direkt verfügbar und macht weitere Hardware überflüssig. „Das war auch einer der Entscheidungsgründe für YellowFox“, ergänzt Kasper. Einziger Nachteil an der Mercedes-Hardware ist das Fehlen von NFC-Technologie, wodurch die Führerscheinkontrolle damit nicht durchgeführt werden kann. „Dafür haben wir dann aber Terminals in den Büros“, so Kasper.
Weitere Funktionen in Testphase
Ausgehend von den bereits gut funktionierenden Lösungsbestandteilen werden derzeit bei der CCT noch weitere Features getestet. Das beinhaltet zum Beispiel die Möglichkeit, Touren einzeln direkt miteinander zu vergleichen. Besonders interessant ist Kasper zufolge jedoch die Trailer-Telematik von YellowFox, die ebenfalls gerade getestet wird. So könne man Daten darüber erfassen, welcher Trailer mit welchem Fahrzeug gekoppelt ist und natürlich allerhand Informationen aus dem Trailer selbst direkt über YellowFox auslesen – unter anderem natürlich Temperaturdaten. Aktuell nutzt die CCT hierfür noch die separaten Portale der Kühlmaschinenanbieter. Diese sind laut Kasper derzeit auch noch etwas besser als die Aufbereitung der Temperaturdaten über YellowFox, aber er ist zuversichtlich, dass hier noch Fortschritte erzielt werden.
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Fazit Zwar lässt sich das System aufgrund des noch laufenden Rollouts noch nicht vollumfänglich nutzen, doch die ausstehenden Funktionen konnten bereits im Test überzeugen. Daniel Kasper bemerkte zum Zeitpunkt des Interviews nur wenige Baustellen, etwa beim Rollenmanagement, welches keine übergreifende Verwaltung von Benutzergruppen ermöglichte. Dies wurde zwischenzeitlich jedoch schon von YellowFox ergänzt. Abgesehen davon laufen die Grundfunktionen bereits im Tagesbetrieb und es wird auch schon interessiert auf neue Module geblickt. „Ich bin der Meinung, dass wir uns richtig entschiedenen haben“, resümiert Kasper den Wechsel zu YellowFox. |











