Sensoren und CAN-Diagnose: MOTUS-Hardware vernetzt mobile Maschinen

Chemnitz, 07.10.2026.

Moderne Baumaschinen sind zunehmend durch elektronische Systeme geprägt. Funktionen wie automatische Nivellierung, Arbeitsraumüberwachung oder Assistenzsysteme benötigen präzise Messdaten und eine zuverlässige Kommunikation zwischen Sensoren, Steuergeräten und weiteren Komponenten. Dabei entstehen zwei unterschiedliche messtechnische Aufgaben: die Erfassung von Bewegungen und Lageänderungen sowie die Überprüfung der Datenübertragung innerhalb des Fahrzeugs.

Die MOTUS-Sensorfamilie von GEMAC. Bild: GEMAC Chemnitz GmbH

Bei einer statischen Neigungsmessung lässt sich die Lage einer Maschine vergleichsweise einfach aus der Erdbeschleunigung bestimmen. Bei einer bewegten Maschine überlagern sich jedoch Gravitation und dynamische Beschleunigungen. Vibrationen, Fahrbewegungen oder Beschleunigungs- und Bremsvorgänge können dadurch die Messung beeinflussen.

GEMAC Chemnitz entwickelt und produziert mit der „MOTUS“-Familie spezielle Sensoren für unterschiedliche Anforderungen an die Neigungs- und Bewegungserfassung. Während statische Varianten eine präzise Erfassung der Maschinenlage ermöglichen, vereinen dynamische Sensoren präzise Winkelmessung mit intelligenter Filtertechnologie. Für Anwendungen, bei denen neben der Neigung weitere Bewegungsgrößen relevant sind, stehen zudem inertiale Messeinheiten (IMUs) zur Verfügung. Sie erfassen Beschleunigungen und Drehraten und liefern damit die Grundlage für eine umfassendere Beschreibung der Maschinenbewegung.

CAN-FD stellt neue Diagnose-Anforderungen

Die erfassten Messdaten müssen anschließend zuverlässig innerhalb der Maschine übertragen werden. In mobilen Arbeitsmaschinen ist CAN seit vielen Jahren ein etabliertes Kommunikationssystem. Mit CAN FD steigen jedoch die Anforderungen an die physikalische Qualität der Übertragung. Höhere Datenraten und kürzere Bitzeiten reduzieren die zeitlichen Reserven und machen Signalbeeinträchtigungen relevanter. Eine reine Analyse der übertragenen Telegramme reicht daher nicht immer aus, um Kommunikationsprobleme eindeutig einzugrenzen. Ein Telegramm kann auf Protokollebene korrekt erscheinen, während die physikalischen Eigenschaften des Signals bereits außerhalb des optimalen Bereichs liegen.

Der CAN-Bus-Tester GT3 von GEMAC verbindet deshalb Protokollanalyse mit der physikalischen Bewertung der CAN-Kommunikation. Neben der Analyse von CAN-Classic- und CAN-FD-Telegrammen können u. a. Signalverläufe und zeitliche Eigenschaften der Übertragung untersucht werden. Damit lässt sich die Fehlersuche von der reinen Protokollebene bis zur elektrischen Signalqualität erweitern.

Die gesamte Messkette stets im Blick behalten

Sensorik und Busdiagnose betrachten unterschiedliche Ebenen derselben elektronischen Systemarchitektur: Während Sensoren Informationen über Lage und Bewegung der Maschine bereitstellen, sorgt die Bussystemtechnik für deren zuverlässige Weitergabe. Für Entwicklung, Inbetriebnahme und Service entsteht daraus eine durchgängige Messkette – von der physikalischen Bewegung der Maschine bis zur Übertragung der daraus gewonnenen Daten. GEMAC Chemnitz entwickelt hierfür Sensorik und Messtechnik für mobile Maschinen und industrielle Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die messtechnische Erfassung und Bewertung von Signalen – sowohl bei der Bewegung der Maschine als auch bei der Kommunikation ihrer elektronischen Systeme. Quelle: GEMAC Chemnitz GmbH

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