Rückraum-Überwachung soll Unfälle mit Staplern reduzieren

Aschheim b. München, 02.05.2022.

Ein unaufmerksamer Moment und schon ist es passiert. Der Gabelstapler stößt im Lager mit einem Mitarbeiter zusammen, der hinter ihm vorbeigehen wollte. Das Problem: Staplerfahrer haben beim Rückwärtsfahren eine stark eingeschränkte Sicht und einen großen toten Winkel. Der Fahrer kann somit unmöglich sehen, was sich hinter ihm abspielt. Viele Unternehmen setzen daher auf Sicherheits- und Assistenzsysteme, um Mitarbeiter und Waren bei der Produktion und in der Logistik zu schützen. Die meisten Systeme setzen dabei auf eine einfache Kameraerkennung oder Transponder, die allerdings nur bei Personen funktioniert. Präziser arbeitet die Rückraum-Überwachung RAM 107 der tbm hightech control GmbH.

Eine 3D-Kamera mit smarter Bildverarbeitung analysiert den Rückfahrbereich über verschiedene Sicherheitszonen hinter dem Stapler. Bild: tbm

Bei dieser überwacht eine spezielle 3D-Kamera, unterstützt durch eine smarte Bildverarbeitung, den Rückfahrbereich über verschiedene Sicherheitszonen hinter dem Stapler. Das smarte Assistenzsystem präsentiert tbm in diesem Jahr auf der LogiMAT in Stuttgart.

Fahrassistenzsysteme als ideale Helfer

Die Logistik ist schon immer ein Bereich, in dem ein hohes Gefahrenpotenzial herrscht. Entsprechend hoch ist der Wunsch nach Lösungen, mit denen sich Unfälle und Kollisionen vermeiden lassen. Die zahlreichen, am Markt verfügbaren Sicherheitssysteme unterscheiden sich teilweise jedoch enorm in der Qualität der Erkennung.

Darüber hinaus gibt es häufig Situationen, die eine automatische Reduzierung der Geschwindigkeit möglich machen sollen, wobei das System gleichzeitig variabel genug arbeiten muss, um sich an das Gefahrenpotenzial der jeweiligen Situation anpassen zu können.

„In diesen Fällen eignen sich entweder Rundumschutz-Systeme für den Stapler oder Rückfahrsicherungen“, berichtet Edgar Nassal, langjähriger Geschäftsführer der tbm hightech control GmbH. „Ein 360°-Rundumschutz für den Stapler und die dazugehörigen Transponder-Systeme ergeben aber das Problem, dass die Stapler häufig unnötig ausgebremst wurden.“

Eine Alternative schaffen hier die Fahrerassistenzsysteme der tbm hightech control GmbH aus Aschheim bei München. „Anders als bei vergleichbaren Systemen können wir mit unserer Rückraum-Überwachung RAM-107 sehr genau zwischen stehenden Menschen, Personen in gebückter Haltung, tiefliegenden Anhängern oder Regalwänden und hüfthohen Kartons unterscheiden“, erläutert Nassal. „Auch Abgründe wie Rampen erkennt das System zuverlässig.“

Sicheres Arbeiten dank Rückraum-Überwachung

Bei optimaler Montageposition überwacht die RAM-107 vom Fahrerschutzdach den Rückraum nahezu ohne toten Winkel direkt bis ans Fahrzeugheck. Im Cockpit werden dem Fahrer über einen fünf Zoll großen Multifunktions-Farbmonitor die drei einstellbaren Überwachungszonen gezeigt. Ergänzend dazu erfolgt die Anzeige der Entfernung zum erkannten Objekt sowohl optisch (Grün/Gelb/Rot-Farbwechsel) als auch akustisch (immer schneller werdende Tonsignale). Das Live-Bild und die Echtzeitwarnung geben dem Fahrer jederzeit volle Sicht in den Gefahrbereich, was für zusätzliche Sicherheit beim Ein- und Auslagern, also der täglichen Arbeit, sorgt.

„Mit dem System ausgerüstete Fahrzeuge sind beim finnischen Stahlhersteller Outokumpu bereits erfolgreich in Bereichen mit viel Personenverkehr im Einsatz. Durch die Rückraum-Überwachung ist ein sicheres Arbeiten der Mitarbeiter möglich und Anfahrschäden an fertigen Produkten sowie Gebäudeeinrichtungen wie Hallenträger, Maschinen und Werkzeugen werden vermieden“, so Nassal. Quelle: tbm hightech control GmbH

zurück TOP

Anzeige