Hilft KI gegen den Personalmangel in deutschen Behörden?

Berlin, 26.10.2026.

Deutschlands Verwaltung steht vor einem Personalproblem: Bis 2030 könnten mehr als eine Million Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig wachsen die Aufgaben der Behörden. Kann Künstliche Intelligenz helfen, diese Lücke zu schließen?

Natürlich kann künstliche Intelligenz Beschäftigte im öffentlichen Dienst bei zahlreichen Aufgaben entlasten – wahrscheinlich wird sie es sogar müssen. Doch vielerorts fehlen die Voraussetzungen für ihren Einsatz. Unzureichend vernetzte Daten, rechtliche Unsicherheiten und fehlende Erfahrung mit KI-Anwendungen erschweren den Einstieg.

Die wohl wichtigste Aufgabe ist das Mitnehmen der Mitarbeitenden in den Behörden selbst. Denn ihnen fehlt oftmals die Vorstellung davon, in welcher Form KI sie bei ihrer Arbeit überhaupt entlasten kann: Zum Beispiel, indem Anträge auf Vollständigkeit sowie die Einhaltung rechtlicher und formaler Kriterien geprüft, kritische Stellen zur genaueren Kontrolle markiert und Entscheidungen vorbereitet werden. Und das, ohne, dass sie Rechtsverstöße, Halluzinationen oder einfach unsaubere Arbeit fürchten müssen.

Wie sich diese Hürden überwinden lassen, erläutern drei Wissenschaftler der Fraunhofer-Institute FOKUS und IAIS in einem Video. Sie zeigen, welche KI-Anwendungen bereits heute sinnvoll eingesetzt werden können, welche Möglichkeiten KI-Agenten eröffnen und wie Behörden geeignete Einsatzfelder identifizieren.

Dabei geht es auch um grundlegende Fragen: Welche Daten braucht eine funktionierende Verwaltungs-KI? Was bedeutet der europäische AI Act für Behörden? Und wie können Kommunen erste Anwendungen erproben, ohne gleich umfassende Digitalisierungsprojekte anzustoßen?

Die Experten machen deutlich: Entscheidend ist nicht allein die Leistungsfähigkeit der Technologie. Damit KI die Verwaltung tatsächlich entlastet, müssen technische, organisatorische und rechtliche Voraussetzungen zusammenspielen. Quelle: Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie

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