Digi­tale Automatische Kupplung: BMV startet Förderung für Pionierzüge

Berlin, 07.09.2026.

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) treibt die Digitalisierung des Schienenverkehrs weiter voran. Mit der nun im Bundesanzeiger veröffentlichten Richtlinie über Zuwendungen zur Förderung des Einbaus und der Erprobung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) in Pionierzügen des Schienengüterverkehrs (PioDAK) sowie dem ersten Förderaufruf startet das BMV die nächste Stufe der DAK-Förderung. 

Das BMV fördert die Erprobung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) in Pionierzügen des Schienengüterverkehrs. Bild: BMV

Die Umsetzung der Förderung erfolgt durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). Vom 14. bis zum 25.09. können Förderinteressierte ihre Projektskizzen beim BALM unter PioDAK@balm.bund.de einreichen. Am 10.09. werden die Programmunterlagen und Konkretisierungen des ersten Förderaufrufs online vorgestellt.

Für die Förderung stellt der Bund knapp 36 Millionen Euro bereit. Mit dem ersten Förderaufruf sollen Pionierzüge mit der DAK aus- bzw. umgerüstet, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Studien durchgeführt werden. Mit PioDAK knüpft das BMV nicht nur an das bereits abgeschlossene Forschungsprojekt DAK-Demonstrator an, sondern schafft die Voraussetzungen für die nächste Phase der DAK-Erprobung. Erstmals erhalten interessierte Akteure des Schienengüterverkehrs die Möglichkeit, die DAK im Realbetrieb einzusetzen und sich selbst von der Technologie zu überzeugen.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger: "Die Digitale Automatische Kupplung stellt eine bedeutende Modernisierung für den Schienengüterverkehr dar, durch die nicht nur die Effizienz und Sicherheit erhöht, sondern auch Kosten gesenkt werden können. Mit der DAK werden Arbeitsschritte einfacher, digitaler und schneller. Schwere körperliche Arbeit wird reduziert. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Produkt die Nutzer mit seinen Funktionen, seiner Lebensdauer und seinem Preis überzeugt und damit eine europaweite Umrüstung wirtschaftlich sinnvoll ist."

Nachdem bereits viele Jahre geforscht, entwickelt und getestet wurde, hat die DAK nun eine Entwicklungsstufe erreicht, die eine großflächige Erprobung unter realen Bedingungen zulässt. Das BMV freut sich über alle Interessenten, die entweder die DAK in ihrem Betrieb testen (FL1), weitere Forschungsarbeit (FL2) betreiben oder Studien etwa zu strategischen Handlungsbedarfen, Erfahrungen, Nutzen, Risiken- und Ressourcenfragen sowie Umsetzungsinstrumenten (FL3) ausarbeiten wollen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die wirtschaftlichen und technischen Auswirkungen der DAK belastbar zu bewerten und eine fundierte Entscheidung über eine europaweite Einführung der DAK zu ermöglichen.

Die wichtigsten Eckpunkte zur Förderung sind im Factsheet zusammengefasst.

Auf der Website der Bewilligungsbehörde BALM finden Interessierte weiterführende Informationen zu den Förderbedingungen, den Einreichungsfristen, den erforderlichen Unterlagen sowie den Ansprechpartnerinnen und -partnern.

Christian Hoffmann, Präsident des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM): "Als Projektträger des Förderprogramms PioDAK werden wir das zweistufige Antragsverfahren zur Aus- und Umrüstung von Pionierzügen mit der DAK zügig umsetzen. Als Fördergeneralist für nachhaltige Mobilitätslösungen wollen wir gemeinsam mit den Projektpartnern bestmögliche Ergebnisse für einen starken Schienengüterverkehr erzielen und so die klima- und wirtschaftspolitischen Ziele des Bundes unterstützen." Quelle: BMV

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