Fahrzeugmarkt: Pkw mit leichtem Zuwachs, Transportermarkt weiter problematisch

Frankfurt am Main, 09.09.2026.

Der deutsche Pkw-Markt ist im August leicht gewachsen. Mit 212.563 Neuzulassungen wurden 2,6 Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahresmonat. Anders sieht es im Transportermarkt aus.

Grafik zur Dataforce-Studie. Bild: Dataforce

Mit der Wachstum des Pkw-Marktes setzt sich die positive Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf fort: Kumuliert liegen die Neuzulassungen nach acht Monaten um 4,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Saison- und arbeitstagbereinigt lag die annualisierte Verkaufsrate (SAAR) im August allerdings bei 2,84 Millionen Pkw – nach 3,05 Millionen im Juli und 3,08 Millionen im Juni. Die Dynamik des Marktes wirkt nach den starken Vormonaten etwas abgeschwächt, bedenkt man allerdings die wirtschaftliche Unsicherheit so könnte es auch schlimmer laufen.

Besonders deutlich wird die Zweiteilung des Marktes beim Blick auf die Vertriebskanäle. Der Privatmarkt wuchs im August um 17 Prozent auf 86.118 Fahrzeuge. Damit kamen fast 12.500 zusätzliche Zulassungen aus diesem Kanal. Der Relevante Flottenmarkt entwickelte sich hingegen nahezu stabil: Mit 63.049 Neuzulassungen lag er lediglich ein Prozent über dem Vorjahresmonat.

Auch die Autovermieter legten mit einem Plus von 3 Prozent leicht zu. Deutlich rückläufig waren dagegen die taktischeren Kanäle. Die Zulassungen im Fahrzeugbau gingen um 24 Prozent auf 14.777 Einheiten zurück, während der Fahrzeughandel 11 Prozent beziehungsweise rund 3.500 Fahrzeuge weniger zuließ als im August des Vorjahres. Insgesamt wird das leichte Marktwachstum damit vor allem von der privaten Nachfrage getragen, während vor allem taktische Zulassungen zurückgingen.

Privatmarkt treibt Elektrifizierung, Flotten ziehen nach

Die Elektrifizierung des Pkw-Markts wurde im August vor allem vom Privatmarkt getragen. Die BEV-Zulassungen stiegen hier um 141 Prozent auf 36.793 Fahrzeuge. Damit waren 42,7 Prozent aller privat zugelassenen Pkw rein elektrisch. Das ist der zweithöchst gemessene Wert jemals. Zusammen mit Plug-in-Hybriden waren bereits 51,0 Prozent der privaten Neuzulassungen extern aufladbar – vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 26,9 Prozent. Gleichzeitig verloren Benziner und Diesel im Privatmarkt um 28 beziehungsweise 22 Prozent. Die E-Autoförderung gepaart mit den hohen Kraftstoffpreisen haben weiterhin einen deutlichen Einfluss auf den Markt.

Auch im relevanten Flottenmarkt setzt sich der Wandel fort, wenn auch weniger dynamisch. Batterieelektrische Fahrzeuge legten um 42 Prozent auf 20.016 Einheiten zu und erreichten einen Marktanteil von 31,7 Prozent. Einschließlich Plug-in-Hybriden waren 48,6 Prozent der Flottenzulassungen extern aufladbar. Die Zuwächse bei BEV konnten die Rückgänge von jeweils 16 Prozent bei Benzinern und Dieseln dabei nahezu kompensieren. Entsprechend blieb der Flottenmarkt insgesamt knapp über dem Vorjahresniveau.

Transportermarkt deutlich gezeichnet

Der Markt für Transporter und Pkw-Utilities ging im August um 3 Prozent auf 37.161 Neuzulassungen zurück. Ausschlaggebend war vor allem der Privatkanal, der mit einem Minus von 16 Prozent deutlich nachgab. Der Relevante Flottenmarkt blieb dagegen nahezu stabil und verlor lediglich 1 Prozent.

Während Benzin- und Dieselfahrzeuge um 27 beziehungsweise 6 Prozent zurückgingen, stiegen die Elektro-Zulassungen um 25 Prozent auf 4.740 Einheiten. Damit erreichten batterieelektrische Transporter einen Marktanteil von 13 Prozent und konnten den Rückgang des Gesamtmarkts zumindest teilweise abfedern. Quelle: Dataforce

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