Pkw-Markt: Händler setzen vermehrt auf E-Mobilität, Transportermarkt mit anhaltenden Problemen

Frankfurt am Main, 12.08.2026.

Der deutsche Pkw-Markt hat den Juli mit einem leichten Plus von 1,2 Prozent abgeschlossen. Das entspricht einem Volumen von 3.266 zusätzlichen Fahrzeugen und somit einem Gesamtwert von 268.068 Pkw diesen Monat. Rechnet man diesen Wert saison- und arbeitstagbereinigt auf das Gesamtjahr hoch, so läge der Jahresendwert (SAAR) bei etwas mehr als 3 Millionen Pkw – quasi das neue Normal. 

Grafik zur Dataforce-Studie. Bild: Dataforce

In den wichtigsten Kanälen, nämlich dem Privat- und dem Flottenmarkt stellte sich die Entwicklung wie dieses Jahr gewohnt dar. Der Privatmarkt konnte um 8,0 Prozent zulegen, während der Flottenmarkt mit einem Minus von 2,9 Prozent wieder Federn ließ. Autovermieter (+12,2%) und der Fahrzeugbau (+5,7%) fangen aktuell nicht abgenommenes Volumen des Markts auf. Deutlich rückläufig waren im Juli die Zulassungen im Fahrzeughandel mit -17,4 Prozent.

Händler setzen vermehrt auf E-Mobilität

Beim Blick auf die Marktkanäle fällt auf, dass das starke Wachstum im Privatmarkt erneut durch einen Zugewinn an E-Autos generiert wird. Mit +102 Prozent wuchsen die Stromer zwar nicht ganz so stark wie im Monat davor, machen mit fast 39 Prozent Marktanteil aber den größten Posten unter den Kraftstoffarten aus. Ein wichtiger Treiber dürfte weiterhin die Förderung sein, kombiniert mit den wieder aufgeflammten Preisen an den Tankstellen. Zum Vergleich büßten Benziner ganze 27 Prozent ein. Ähnlich erscheint die Entwicklung im Flottenmarkt, bei dem allerdings das Plus der E-Autos (+31%) aktuell nicht reicht, um die Verluste der Verbrenner aufzufangen (-15% Benziner, -22% Diesel). Im Fahrzeughandel fällt auf, dass sich die Portfolios des Tageszulassungsangebots ändern könnten. Im Juli gab es einen deutlichen Anstieg der E-Fahrzeuge an den Eigenzulassungen der Händler. Im Juli lag der Marktanteil bei 20,4 Prozent, während der Durchschnitt für das Jahr bis dato bei lediglich 14,1 Prozent lag, womit die E-Autos im Gesamtmarktvergleich deutlich unterrepräsentiert waren. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, ob sich die Annahme bestätigt. Insgesamt geht die zunehmende Elektrifizierung so weit, dass wir im Gesamtmarkt den stärksten Juli jemals erlebt haben in Bezug auf Elektro-Marktanteile. Diese lagen bei 29,3 Prozent.

Im Markt für Transporter und Pkw-Utilities ging es gegenüber dem Pkw-Markt nach unten. Der Rückgang belief sich dabei auf 7 Prozent und kam durch niedrigere Volumina in fast allen Kanälen. Am stärksten büßte der Privatkanal ein mit -11 Prozent und dem höchsten Volumenverlust. Auch die Autovermieter und der Fahrzeughandel verloren zweistellig (-10% und -11%). Der Fahrzeugbau blieb als einzig wachsender Kanal übrig (+17%), was allerdings auf stabilisierende Eigenzulassungen hindeutet. Flotten gaben wie im Pkw-Markt um 4 Prozent nach und entwickelten sich gerecht zur aktuellen Marktlage, die erneut von geopolitischen Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist. Quelle: Dataforce

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