Leise und nachhaltige Abfallwirtschaft: Karlsruhe investiert in 18 neue Mercedes-Benz eEconic

Das „Team Sauberes Karlsruhe“ (TSK) hat neue Mercedes-Benz eEconic E-Abfallsammelfahrzeuge in seine Flotte aufgenommen. Bild: Daimler

Karlsruhe, 14.11.2025.

Karlsruhe treibt die Elektrifizierung der kommunalen Abfallentsorgung weiter voran. Mit sieben neuen E-Abfallsammelfahrzeugen und einem Folgeauftrag über elf weitere Modelle senkt die Stadt nicht nur Emissionen, sondern verbessert auch die Arbeitsbedingungen der Einsatzteams.

Der Mercedes-Benz eEconic. Bild: Daimler

Das „Team Sauberes Karlsruhe“ (TSK) hat seine Flotte um sieben vollelektrische Abfallsammelfahrzeuge des Typs Mercedes-Benz eEconic erweitert. Sie ersetzen konventionelle Dieselmodelle in der Restmüll-, Papier- und Sperrmüllsammlung. Elf weitere baugleiche Fahrzeuge sind bereits bestellt – ein wichtiger Schritt, um den kommunalen Fuhrpark bis 2035 vollständig auf alternative Antriebe umzustellen.

Die Fahrzeuge absolvieren täglich bis zu 100 Kilometer im Stadtbetrieb. Dank Rekuperation wird beim häufigen Bremsen Energie zurückgewonnen, was die Reichweite erhöht. Die Batteriekapazität genügt für den gesamten Tageseinsatz. Durch den Elektroantrieb sinken die Lärmbelastung in Wohngebieten und die jährlichen CO₂-Emissionen deutlich – bis zu 170 Tonnen pro Fahrzeug. Insgesamt werden damit jährlich etwa 1.200 Tonnen eingespart.

Technik und Infrastruktur im Einklang

Ein zentrales Element des Projekts ist das neue Ladeinfrastrukturkonzept auf dem Betriebshof. Zwei Leistungseinheiten mit je 400 kW speisen acht Ladepunkte, die intelligent gesteuert werden. So können die Fahrzeuge bedarfsgerecht und kosteneffizient geladen werden. Perspektivisch sollen eine Photovoltaikanlage und Batteriespeicher den Betrieb zusätzlich umweltfreundlicher gestalten.

Kooperation für nachhaltige Mobilität

Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Trucks eConsulting und der S&G Automobil AG. Beide Partner begleiteten die Planungsphase über drei Jahre hinweg – von der technischen Beratung bis zur Installation des Energiemanagementsystems. Ein vorausgehender Praxistest bestätigte die Alltagstauglichkeit und wurde von den Fahrenden insbesondere wegen des geringen Lärmpegels und der verbesserten Arbeitsbedingungen positiv bewertet.

Möglich wurde die Investition durch Mittel des Bundesverkehrsministeriums im Rahmen der Richtlinie zur Förderung emissionsarmer Nutzfahrzeuge und Ladeinfrastruktur (KsNI). Damit setzt Karlsruhe ein klares Signal für klimafreundliche Kommunaltechnik und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Quelle: Daimler

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