Investition in Telematik: Was darf die Flotten-Digitalisierung kosten?

Das optimale Ressourcenmanagement ist insbesondere in der Transportbranche entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Ausschlaggebend dafür ist häufig das Investment in die beste Telematik-Lösung. Bild: Nigel Tadyanehondo/Unsplash

Hamburg, 29.10.2021 (pkl).

Ob Lkw, Pkw, Transporter, Maschine oder Baufahrzeug – jede Flotte profitiert ab einer gewissen Größe, Tourenanzahl oder Objektwert massiv von Telematik. Die Digitalisierung ist bei der ersten Betrachtung ein neuer, häufig sehr hoch erscheinender Kostenfaktor. Die potenziellen positiven Effekte werden gerne auf eine reine Kostenersparnis reduziert, doch diese Sichtweise greift zu kurz und wird den Vorteilen von Telematik-Systemen nicht gerecht. Wir betrachten daher nicht nur plump Kosten, sondern auch Kostenfaktoren und welche Notwendigkeiten es für Anwender*innen tatsächlich gibt.

Telematik-Markt.de bietet verschiedene kostenfreie und unverbindliche Services, um den passenden Telematik-Anbieter zu finden. Bild: Pixabay

Wir befassen uns zuerst mit dem Elefanten in Raum: Brauche ich Telematik? Ja, sehr wahrscheinlich. Das Ressourcenmanagement in Fuhrparks ist schon lange kein Exot mehr, sondern Standard. Daher sollte sich diese Frage auch nicht mehr gestellt werden. Es war Flottenbetreiber*innen schon immer wichtig, die eigene Flotte möglichst effizient einzusetzen. Mit Telematik gelingt dies noch besser, einfacher, schneller und teilweise automatisch. Es spart nicht nur Treibstoff/Energie, sondern auch Zeit und gefahrene Kilometer. Daraus folgen höhere Kapazitäten für Aufträge, weniger unnötiger Verschleiß, Schadensprävention durch vernetzte Wartung, Schutz vor Diebstahl, zuverlässigere und nachvollziehbare Auftragsabwicklung und maximale Flexibilität durch Echtzeitinformationen. Doch was kostet das?

Telematik kostet nicht nur Geld

Bevor man sich über die Kosten von Telematik-Systemen Gedanken macht, sollten die eigenen Strukturen und Prozesse hinterfragt werden. Nur selten ist es sinnvoll, wenn sich eine Lösung bis ins kleinste Detail den Gewohnheiten des anwendenden Unternehmens anpasst. Die Modernisierung erfolgt zwar zu großen Teilen auf technologischer Basis, erfordert jedoch auch bei den Nutzer*innen eine Veränderung. Wie diese aussehen muss, ist dabei immer abhängig von der jeweiligen Ausgangssituation und lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Dialog mit den Expert*innen des Telematik-Unternehmens ist daher entscheidend. Verabschiedet man sich von obsoleten Routinen, verabschiedet man sich auch von alten Problemen.

Beanspruchen Sie Fördermittel!

Die Bundesregierung unterstützt die Digitalisierung der Transport- und Logistik-Branche. Ob die Fördermittel – beispielsweise im regelmäßig in kürzester Zeit ausgeschöpften De-Minimis-Programm – ausreichend sind, ist gelinde gesagt umstritten. Dennoch sind es Mittel, die Sie nach Möglichkeit beanspruchen sollten. Spannende Informationen zu diesem Thema erwarten Sie übrigens im Titelthema der nächsten Ausgabe der Fachzeitung Telematik-Markt.de, welche am 27.07.2021 erscheint und damit pünktlich, bevor sich Unternehmen im dritten und vierten Quartal des Jahres mit den Investitionen für das nächste Jahr beschäftigen.

 

Wie viel wert ist „kostenlos“?

Flottenmanagement für lau klingt verführerisch, ist häufig jedoch nur als Demonstration gedacht mit extrem abgespecktem Funktionsumfang. So gibt es Lösungen, die in dieser Form letztlich nur die Positionsbestimmung über Smartphones zulassen und auf weitere Hardware verzichten. Diese Lösungen vermitteln einen Ersteindruck vom System und sollen Interesse an mehr wecken. Viele Unternehmen bieten hierfür sogar konkrete Testversionen an, die in zweiter Phase bei der Entscheidungsfindung auch absolut relevant sind – also nach der exakten Systemvorstellung und Angebotsermittlung.

Preismodelle der Standard-Lösungen

Für viele Fuhrparkmanagementsysteme gibt es klar ausgeschriebene Kosten. Diese umfassen in der Regel monatliche Kosten pro Einheit und einmalige Anschaffungskosten für die Hardware. Die Hardware-Kosten variieren stark und beginnen je nach Funktionsumfang bereits im zweistelligen Bereich – häufig jedoch dreistellig. Die monatlichen Kosten hängen nicht selten von den Datenmengen ab und der Frequenz, in der diese abgerufen werden sollen. Dies sollte unbedingt im Zusammenhang mit den wirklich benötigten Funktionen beachtet werden. Weiterhin gibt es Anbieter*innen, die vollumfänglich auf das Solution-as-a-Service-Modell setzen und keine einmaligen Hardwarekosten berechnen. Stattdessen wird die Lösung komplett monatlich abgerechnet. Dieses Modell benötigt selbstredend lange Vertragslaufzeiten, um das Risiko für das Telematik-Unternehmen zu minimieren.

Der Preis für Individualität

Eine ausgeklügelte, modulare Standard-Lösung deckt häufig bereits ein enorm breites Spektrum an Anwender*innen ab, doch niemals alle. Kommt es zu individueller Entwicklungsarbeit, unterschätzen Kund*innen leider oftmals die hierfür entstehenden Kosten und fallen beim Kostenvoranschlag aus allen Wolken. In der Regel ist mindestens mit einem fünfstelligen Betrag zu rechnen, denn für die Entwicklungszeit werden im Mittel ca. 1.200 € pro Tag berechnet. Das mag für manche vielleicht nach viel klingen, ist jedoch Normalität und niemals pauschal ungerechtfertigt.

Kein Geld verschenken

Die Wahl des passenden Telematik-Systems ist entscheidend für eine erfolgreiche Investition. Auf keinen Fall sollte an einer Lösung gespart werden, die über Jahre hinweg den Arbeitsalltag begleiten und sogar nachhaltig verändern soll. Um kein Geld zu verbrennen, benötigt es also Anbieter*innen mit Expertise und einer realistischen und fairen Einschätzung, was Kund*innen tatsächlich benötigen. Die TOPLIST der Telematik – das Netzwerk unabhängig geprüfter Telematik-Anbieter – gibt Nutzern eine verlässliche Orientierungshilfe. Im ersten Schritt hilft der kostenlose Online-Service TelematikFinder.de. Natürlich steht Ihnen für weiterführende Fragen auch jederzeit das Redaktionsteam der Mediengruppe Telematik-Markt.de zur Verfügung: redaktion@telematik-markt.de

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