Hilfsgüterverteilung in Mexiko: PTV hilft mit kostenlosem Notfall-Routenplaner

Die schnelle und rechtzeitige Anlieferung von Hilfsgütern entscheidet derzeit in Mexiko über Leben und Tod. Foto: Aryana Benavides / David Valdovinos

Karlsruhe/Mexiko-Stadt, 12.10.2017.

Das mexikanische Institut für Verkehrswesen (IMT) hat nach den zerstörerischen Erdbeben die deutsche PTV Group um Hilfe gebeten. Das Ergebnis: Frachtführer, die wichtige Hilfsgüter verteilen oder ausliefern wollen, können jetzt kostenlos einen speziellen Notfall-Routingdienst dafür nutzen. 

Vicente Torres, Managing Director von PTV América Latina, organisierte mit seinen Kollegen die Bereitstellung und kostenlose Nutzung des Notfall-Routenplaners für Mexiko. Foto: fotoskop W. Sieber

Spezielle Daten, wie aktuelle Sammel- und Verteilstellen, werden vom IMT vor Ort gesammelt und von PTV zum Abruf bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert. So sollen Fahrer den besten Weg finden, damit lebensnotwendige Hilfsmittel schnell Menschen in Not erreichen.

Ein Anruf aus dem mexikanischen Verkehrsministerium bei Vicente Torres, dem Geschäftsführer der PTV América Latina in Mexico City, brachte den Stein ins Rollen. Die Frage war, ob PTV kurzfristig nach den schweren Erdbeben der letzten Wochen einen Notfallroutenplaner für Gütertransporte bereitstellen kann. Umgesetzt wurde dies mit einem kostenfreien Online-Zugang zu der Lkw-Routenplanungssoftware PTV Map&Guide für Mexiko. Das Ministerium sammelt zudem spezielle Daten, z. B. Sammelstellen für Hilfsgüter, Orte, die spezielle Hilfe benötigen, Schutzunterkünfte oder andere wichtige aktuelle Informationen und stellt diese wöchentlich bereit. Diese Daten werden von PTV eingelesen und in der Sonderversion ihres Routingdienstes veröffentlicht.

Die Herausforderungen sind groß

In einem Land, das so groß ist wie Mexiko, ist es keine leichte Aufgabe, landesweit diese wichtigen Informationen bereitzustellen. Aber genau diese helfen dabei, die Auslieferung von Hilfsmitteln und Gütern zu optimieren. Torres berichtet, dass die größten Zerstörungen insbesondere viele kleine Orte tief in den Bergen oder weit außerhalb auf dem Land getroffen haben. Die Hilfe kommt aber von den großen Städten, von denen die Hilfsgüter mit Lkws an die Unglücksstellen geliefert werden müssen. Die Fahrer benötigen dafür die passende Routenempfehlung, um sicher und schnell dort anzukommen. 

Einfache Routenplaner sind keine Alternative

Eine Routenführung auf Basis von einfachen Routenplanern sind für die Lkw-Fahrer nicht hilfreich, da diese über keine Truckattribute und keine Sonderinformation verfügen und damit keine spezielle Wegführung für Lkws bieten. Die Fahrer können sogar in Schwierigkeiten kommen, wenn sie auf eine nicht-Lkw-taugliche Route gelenkt werden. Torres resümiert: „Die Auslieferung von Gütern ist aktuell keine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern entscheidet schlichtweg über Leben und Tod.“ (Quelle: PTV AG)

zurück TOP