BPW vernetzt die Ladungsicherung mit dem "iGurt"

Wiehl, 06.09.2018.

Transportschäden durch schlecht gesicherte Fracht sind Alltag im Transportgewerbe; immer wieder kommt es durch schlingernde und kippende Lastzüge zu folgenschweren Unfällen und Schäden an der Ladung. Mit einer intelligenten Ladungssicherung rückt BPW jetzt einer der Hauptursachen zu Leibe: Der iGurt kontrolliert und dokumentiert die Spannung des Zurrgurts und soll zudem Einspareffekte ermöglichen.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge stellt BPW den Prototyp einer neuen intelligenten Ladungssicherung vor. Bild: BPW Bergische Achsen KG

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) regelt jährlich Transportschäden in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Ein Großteil hiervon fällt auf mangelnde oder gar fehlende Ladungssicherung zurück. Über 70 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge werden wegen mangelnder Ladungssicherung von den Kontrollorganen beanstandet. Hohe Bußgelder mit kosten- und zeitintensiven Nachsicherungs- und Umlade-Aktionen sind die Folge, aber auch hohe Versicherungskosten: Die mangelnde Ladungssicherung ist schätzungsweise für zirka 20 bis 25 Prozent der Verkehrsunfälle im Schwerlastverkehr die Unfallursache. Durch eine intelligente Ladungssicherung will BPW dazu beitragen, Schadensfälle massiv zu reduzieren und neben den Kosten auch das Unfallrisiko zu senken: Der neue „iGurt“ von BPW ist ein smartes Sicherungssystem, das die richtige Vorspannkraft des Zurrgurtes anzeigt und während der Fahrt laufend überwacht.

Das handliche Gerät lässt sich leicht am Zurrgurt befestigen, so dass die einmalige Ausrüstung der auf dem Fahrzeug mitgeführten Zurrgurte schnell erledigt ist. Alle im Einsatz befindlichen Geräte zeigen die jeweilig angelegte Vorspannkraft auf deren Gehäuse an und senden die Daten zusätzlich per Bluetooth auf das Smartphone des Fahrers. Lockert sich einer der Zurrgurte, schlägt die Smartphone-App des iGurt-Systems sofort Alarm. Auch eine zu hohe Vorspannkraft, die empfindliches Ladegut beschädigen könnte, wird angezeigt.

>> Das robuste, schlagfeste Gehäuse des iGurts ist auf den Dauereinsatz im Trailer ausgelegt. Eine Batterieladung hält rund ein Jahr, wobei ein Austausch der Batterie zügig erledig ist. <<

 

Die Smartphone-App des iGurts sorgt auch für eine lückenlose Dokumentation der korrekten Ladungssicherung über den gesamten Transportprozess. Auf diese Weise lassen sich sensible und wertvolle Transporte zuverlässiger und sicherer transportieren: Schon bei einer Reduktion der Schadensfälle um 10 Prozent bei einer mittelgroßen Spedition macht sich das System schnell bezahlt: Es führt zu weniger Personalaufwand für die Bearbeitung von Schadensfällen und senkt die Versicherungskosten deutlich. Hinzu kommt das reduzierte Unfallrisiko.


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Am 22.09.2018 wird der Telematik Award auf der IAA Nutzfahrzeuge verliehen. Prämiert werden die besten Lösungen in Kategorien wie z.B. Fuhrparmanagement, Trailer-Telematik und Container-Logistik. Kostenlose Tickets und weitere Informationen erhalten Sie hier.


 

Die Daten des iGurt-Systems lassen sich nicht nur auf dem Smartphone oder Tablet-Computer des Fahrers darstellen, sondern können auch in Zukunft der systemoffenen Telematik-Plattform Cargofleet 3 von idem telematics verarbeitet werden.

Das iGurt-System wird erstmals zur IAA Nutzfahrzeuge (20.– 27. September in Hannover) auf dem BPW Messestand (Halle 26, Stand C31) demonstriert. Torsten Schubert, Leiter Mechatronik: „BPW lotet systematisch die Möglichkeiten der Digitalisierung des Trailers aus, um die Sicherheit, Transparenz und Kosteneffizienz im Transport zu erhöhen. Das iGurt-System wurde in enger Partnerschaft mit Speditionen entwickelt und erfolgreich in der Praxis getestet.“ Quelle: BPW

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