Samsara Agent Studio: Samsara launcht No-Code-Plattform für KI-Agenten
Agenten für Wissensarbeit stehen in aller Regel für ihren Einsatz bereit und warten auf Eingaben. In der physischen Wirtschaft ist die Arbeit dagegen meist schon in Bewegung. Agenten müssen verstehen, was in Echtzeit geschieht, und intelligent genug sein, um schnell zu handeln. Samsara liefert diesen Kontext aus mehr als zehn Jahren Betriebsdaten zu Fahrzeugen, Maschinen, Mitarbeitenden und Standorten - unter anderem zu Verhalten und Umgebungsbedingungen von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Agent Studio macht aus diesem Kontext konkrete Handlungen. Kunden erhalten vorgefertigte KI-Agenten sowie einen Builder für individuelle Chat- und Sprach-Agenten, die auf ihren Betrieb zugeschnitten sind. Agent Studio steht ab sofort allen Kunden zur Verfügung.
„KI wird schnell angenommen, wenn sie nützlich ist. In der physischen Wirtschaft heißt das: Ein Agent muss den Betrieb verstehen und dort ansprechbar sein, wo die Arbeit stattfindet”, so Johan Land, Chief Product Officer bei Samsara. „Im Büro geschieht das vielleicht per Chat. Unterwegs greift man zum Telefon. Diese direkte Interaktion erweckt einen Agenten in der realen Welt zum Leben.”
Von der Berichtserstellung zur Risikoprognose
Mit Agent Studio erstellte Agenten übernehmen Aufgaben, für die bislang stundenlange manuelle Analysen oder eigene Spezialisten nötig waren. Viele Kunden beginnen beim Reporting, der Einsatz weitet sich aber schnell auf komplexere Aufgaben aus: Kraftstoffsparpotenziale aufspüren, Compliance-Risiken vorhersagen, bevor ein Verstoß eintritt, die Ursachen betrieblicher Probleme diagnostizieren und Fahrern sofortigen Zugriff auf unternehmensspezifische Vorgaben zur Verfügung stellen.
Diese Ausweitung findet auch innerhalb einzelner Unternehmen statt. Zu den bereits umgesetzten Anwendungsfällen zählen:
- Inspektions- und Compliance-Berichte. Der Agent von Grand Isle Shipyard erstellt innerhalb von fünf Minuten aus Formularen, Inspektionsberichten und Anlagendaten pro Division einen Monatsbericht. Das entspricht einer Reduzierung des Zeitaufwands um 99 % und macht Kapazitäten von Spezialisten im Wert von rund 90.000 Euro pro Jahr frei.
- Vorausschauende Compliance. Der Agent von S. Bertram Foods verfolgt verbleibende Stopps, Fahrzeit und Schichtzeit. Er meldet Risiken bei den Lenk- und Ruhezeiten drei Stunden, bevor daraus ein Verstoß wird, und senkt den wöchentlichen manuellen Prüfaufwand um 84 %.
- Fahreridentifikation. Der Agent von StreamTech Industrial erkennt jede Fahrt, bei der sich der Fahrer nicht angemeldet hat. So sank die nicht zugeordnete Fahrzeit innerhalb von zwei Monaten um 500 Stunden.
- Kraftstoffeffizienz. Der Agent eines führenden nordamerikanischen Anbieters im öffentlichen Personenverkehr analysiert Leerlaufzeiten. Er unterscheidet, ob Kraftstoffverschwendung auf das Fahrerverhalten, auf Regenerationszyklen, auf Wartung oder auf das Wetter zurückzuführen ist. Disponenten wissen so, bei welchen Fahrzeugen sie ansetzen müssen und warum.
- Unternehmensspezifischer Fahrer-Support. Ein großer Lebensmittelgroßhändler hat den Agenten „Driver Wingman” entwickelt. Er beantwortet Fragen neuer Fahrer zu Parkmöglichkeiten, zur privaten Nutzung des Fahrzeugs (Personal Conveyance) und zu Tankstopps anhand der eigenen Unternehmensrichtlinien - und das innerhalb von Sekunden und zu jeder Tageszeit.
„Wir haben bisher jährlich einen sechsstelligen Betrag für Reporting und Datenaufbereitung ausgegeben.Diese Arbeit ist heute vollständig automatisiert”, sagt Derek Champagne, VP of Corporate Security, Asset Management & Housing bei Grand Isle Shipyard. „Der eigentliche Vorteil liegt nicht nur in der Effizienz.Unsere Mitarbeitenden können sich nun auf strategische Aufgaben konzentrieren, Innovationen vorantreiben und Mehrwert schaffen, der früher schlicht nicht möglich war.”
Sprache wird zur wichtigsten Schnittstelle
In der physischen Wirtschaft steht häufig weder der KI noch den Mitarbeitenden ein Bildschirm zur Verfügung. Ein Fahrer hat den Blick auf der Straße, ein Versorgungsteam arbeitet an Stromleitungen. Sprache bietet Agenten eine Schnittstelle, die genau für solche Umgebungen gemacht ist. Beschäftigte können Fragen stellen, sie erhalten Anweisungen und sind in der Lage, Informationen weiterzugeben, ohne die Arbeit zu unterbrechen.
Kunden entwickeln Agenten, die Telefonanrufe tätigen und entgegennehmen. Sie bringen aktuelle Betriebsinformationen und unternehmensspezifische Vorgaben in diese Gespräche ein und bieten Unterstützung auch außerhalb der Zeiten, die ein Büroteam abdecken kann.
So wird aus einem physischen Ereignis ein KI-gestützter Workflow. Passiert ein Lkw etwa einen Geofence um ein unbekanntes Betriebsgelände oder ein Distributionszentrum, kann ein Sprach-Agent den Fahrer sofort anrufen und standortspezifische Hinweise geben: welche Einfahrt zu nutzen ist, wo geparkt wird, wie hoch die zulässige Geschwindigkeit auf dem Gelände ist und welche Schutzausrüstung erforderlich ist. Der Fahrer kann Rückfragen stellen und erhält Antworten auf Basis der Unternehmensrichtlinien und aktueller Betriebsdaten. Verlässt der Lkw das Gelände, erfasst der Agent Details des Besuchs. Disponenten und Manager können so mit dem Samsara Assistant Muster auswerten, etwa welche Standorte die längsten Standzeiten verursachen.
Auf der gesamten Samsara-Plattform hat sich die Sprache mittlerweile zur dominierenden Form der Interaktion mit Agenten entwickelt. Vier Wochen nach dem Start übertraf das Volumen der Sprachinteraktionen das des Chats und belegt seither jede Woche den Spitzenplatz. Von den Unternehmen, die Sprach-Agenten nutzen, haben rund 75 % ihre wöchentliche Nutzung seit dem Einstieg gesteigert. Mehr als die Hälfte hat sie mindestens verdoppelt.
„Die Start-of-Day-Briefings stimmen uns auf die Schicht ein und die Zwei-Wege-Audiofunktion hilft gegen Müdigkeit in der Kabine. Sie bietet uns genau im richtigen Moment die Unterstützung, die wir brauchen, um wach und aufmerksam zu bleiben und uns zu besseren Fahrern zu entwickeln”, sagt Tiny Kirby, Fahrer bei Clyde Companies.
Vom Verstehen zum Handeln – überall dort, wo gearbeitet wird
Seit mehr als zehn Jahren entwickelt Samsara Technologie, mit der sich physische Abläufe erfassen und verstehen lassen. Heute erhebt Samsara jährlich mehr als 30 Billionen Datenpunkte von Fahrzeugen, die 99,9 % der US-Straßen befahren. Agenten erweitern dieses Fundament vom Verstehen zum Handeln. Sie ermöglichen es zunehmend, den betrieblichen Kontext von Samsara zu nutzen, ohne auf ein Reporting-Dashboard angewiesen zu sein.
Die agentischen Funktionen von Samsara stehen Menschen überall dort zur Verfügung, wo Arbeit stattfindet:
- Der Samsara Assistent beantwortet Fragen im Dashboard und leitet daraus Maßnahmen ab. Vorgefertigte Agenten decken gängige Aufgaben in den Bereichen Sicherheit, Wartung und Compliance ab.
- Agenten-Studio bietet Teams einen Baukasten für individuelle Chat- und Sprachagenten, die auf ihren Betrieb zugeschnitten sind, und bringt KI über das Dashboard hinaus direkt ins Einsatzgebiet.
- Samsara MCP, das kürzlich eingeführt wurde, integriert Live-Daten von Samsara unter Wahrung der bestehenden Berechtigungen jedes Kunden in die KI-Tools, die dessen Teams bereits nutzen, darunter Claude, ChatGPT und Copilot.
Alle drei Funktionen greifen auf denselben betrieblichen Kontext und dasselbe Berechtigungsmodell zurück, egal ob jemand unterwegs mit einem Agenten spricht, im Samsara-Dashboard arbeitet oder ein anderes KI-Tool verwendet.
„Jeden Tag treffen unsere Kunden Tausende von Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob Menschen sicher nach Hause kommen, Lieferungen pünktlich eintreffen und essenzielle Dienste weiterlaufen“, so Brendan O’Driscoll, VP of Platform bei Samsara. „Unser Ziel ist es, KI zu einem Teil der Arbeitsabläufe zu machen – indem sie vorhersieht, was geschehen muss, und das Handeln der Menschen, Geräte und Systeme entsprechend koordiniert.Das ist die Zukunft, die wir bei Samsara aufbauen.“ Quelle: Samsara











