Softwaremodule vereinfachen Abrechnungen und das Dokumentieren von Schäden

Bocholt, 09.12.2011.

Neue Softwaremodule vereinfachen das Dokumentieren von Schäden und gewährleisten das lückenlose Abrechnen sperriger Güter – Praxiseinsatz belegt steigende Margen im Sammelgutverkehr.

Die auf mobile Telematik-Systeme spezialisierte TIS GmbH präsentiert auf der Messe LogiMAT in Stuttgart (13. bis 15. März 2012) neuartige Lösungen für mehr Effizienz in Umschlaglagern. Im Vordergrund stehen Fotofunktionen für das lückenlose Abrechnen sperriger Güter und das konsequente Dokumentieren von Schäden im Sammelgutverkehr. Basis bildet die Telematiklösung PSV3 in Verbindung mit mobilen Datenterminals (MDT) mit integrierter Kamera. Hier setzt TIS auf Motorola-Geräte vom Typ MC95.

Das neue Modul „Sperrgut“ ermöglicht mit Hilfe des MDT das lückenlose Aufspüren sperriger Sendungen im Sammelguteingang. Wenn ein Lagermitarbeiter eine offenbar sperrige Sendung entdeckt, startet er mit Hilfe einer einfachen Scannung den genau definierten Prozess, in dessen Verlauf auch ein Foto des betreffenden Guts erstellt wird. Außerdem werden Maße und Gewicht der Ware festgestellt und über die Tastatur des MDT eingegeben. Hintergrund der Entwicklung ist der steigende Kostendruck im Sammelgutverkehr: Dort kommt es häufig vor, dass Sperrgut vom Versandspediteur nicht deklariert und der entsprechende Frachtaufschlag bei der Abrechnung durch den Kooperationspartner nicht berücksichtigt wird. Dadurch wird die ohnehin angespannte Marge der Empfangsspediteure deutlich geschmälert.

Das ebenfalls neue Modul „Schadensdokumentation“ dient dem einfachen Dokumentieren von Schäden im Sammelguteingang. Wird beim Be- oder Entladen ein Schaden festgestellt, kann der Mitarbeiter einfach per Tastendruck am PSV3-Datenterminal die Dokumentation des Vorgangs starten. Dabei wird automatisch das „Terminal-Process-Capturing“ gestartet – eine von TIS entwickelte Optical-Character-Recognition-Software (OCR). Diese verwandelt das aktuelle Display des MDT mit Sendungsnummer und Schadenscode in maschinenlesbare Zeichen. Von diesem raffinierten Kunstgriff merkt der Lagermitarbeiter gar nichts - er bekommt stattdessen über das große Farbdisplay der Motorola-Geräte genaue Angaben, was er zu tun hat. Dieser Prozess entspricht den hohen Qualitätsanforderungen vieler Speditions-Kooperationen, die von jedem Vorfall mindestens ein eindeutiges Bild verlangen. Die Mitarbeiter werden während der Schadensdokumentation Schritt für Schritt durch den Prozess geführt. Dabei wird den Fotos die für die automatisierte Weiterverarbeitung benötigten Daten wie Sendungs- oder Packstücknummer zugeordnet.

Beide Lösungen haben sich bereits in der Praxis bewährt und führten bei verschiedenen Sammelgutspeditionen zu höheren Erträgen. Während das Modul „Sperrgut“ die Erlöse steigert, ist das Modul „Schadensdokumentation“ ein wirkungsvoller Schutz vor Regressforderungen.

Das besondere an den neuen Entwicklungen ist ihre Verträglichkeit mit so genannten Terminal-Emulationen, die in Lager- und Umschlagsumgebungen stark verbreitet sind. Terminal-Emulationen ermöglichen per Funkverbindung den direkten Zugriff auf zentrale Hostsysteme, ohne dass Software und Daten auf dem Handheld gespeichert werden müssen. Der Nachteil ist, dass Terminal-Emulationen die technischen Möglichkeiten moderner Lagerscanner nicht unterstützen - wie zum Beispiel die Fotofunktion. Die neuen Softwaremodule von TIS haben dieses Problem gelöst.

PSV3 beschleunigt und optimiert den Datenaustausch zwischen Lkw und Zentrale. Zu den Besonderheiten von PSV3 zählt die einfache Installation der Bordrechner, die nicht fest eingebaut werden und auf Wunsch sogar als fahrzeugunabhängige Kofferlösung geliefert werden.

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