Hilfreiche Tools zur Digitalisierung der Möbelproduktion

Bietigheim-Bissingen, 13.06.2019.

Die Digitalisierung der Holzbearbeitung ist nicht nur für große Möbelhersteller ein Top-Thema. Auch Handwerksbetriebe und der Mittelstand können mit digitalen Tools effizienter und flexibler produzieren. Speziell für diesen Kundenkreis hat die HOMAG Group schnell einsetzbare Lösungen für den Einstieg in die digitale Produktion entwickelt. Auf der Branchen-Leitmesse Ligna Ende Mai in Hannover kamen die Innovationen von HOMAG nach eigenen Angaben gut an.

 

Weltweit produzieren über 70.000 Tischler, Schreiner und mittelständische Möbelbauer mit Maschinen von HOMAG. Bei der Digitalisierung unterstützt sie der Anbieter mit Software-Lösungen, digitalen Assistenten und dem Digital-Marktplatz tapio.

Digitalisierung für das Handwerk

Das Digitalkonzept von HOMAG für Handwerksbetriebe beginnt mit dem Möbelkonfigurator cabinetCreator. Mit der web-basierten Software lassen sich zum Beispiel Schränke aus vordefinierten Grundformen und einer Auswahl an Beschlägen einfach konstruieren. Aus dem Konfigurator werden alle Konstruktions- und Auftragsdaten in eine digitale Auftragsmappe – den productionManager – exportiert. Sie ersetzt die handgeschriebene Stückliste. An der Säge helfen zwei intuitive Assistenz-Apps (intelliDivide und productionAssist Cutting) und schlagen den individuell passenden Zuschnittplan vor, zum Beispiel für minimalen Verschnitt oder möglichst schnelles Sägen. Per Klick werden Etiketten mit allen Informationen für die weitere Bearbeitung des Werkstücks generiert, zum Beispiel Bohren oder Kantenanleimen. Eine weitere HOMAG-App sorgt für Ordnung im Lagerregal, während der productionAssist Assembly die Montage vereinfacht, in dem er die dafür benötigten Zeichnungen auf dem Tablet anzeigt.

Mittelstand goes digital: Vernetzte Zellenkonzepte

Mit seinem Digitalkonzept für den Mittelstand geht HOMAG noch einen Schritt weiter als beim Handwerk – und zwar in Richtung digitale Vernetzung mehrerer Maschinen. Am Anfang der digitalen Prozesskette stehen die Softwares Designer3D und Configurator3D. Damit können Verkäufer und Kunden Möbel am Bildschirm individuell konfigurieren. Danach werden Stücklisten und Fertigungsdaten an die Produktion weitergeleitet und benötigte Komponenten, zum Beispiel Sockelleisten, automatisch angefordert.

Für die Produktion im Mittelstand bietet HOMAG vernetzte Bearbeitungszellen, zum Beispiel für Zuschnitt, Bohren und Verpacken. Verantwortlich für den Datenfluss zwischen den Zellen und die übergreifende Produktionssteuerung ist das Fertigungsleitsystem ControllerMES, es ist gewissermaßen das Gehirn der Fabrik. Den flexiblen Transport der Werkstücke von einer Zelle zur anderen übernimmt das fahrerlose Transportsystem TRANSBOT.

Kunden, die an den digitalen Marktplatz tapio angeschlossen sind, können mit digitalen Tools von HOMAG auch den Einsatz von Werkzeugen und Material optimieren, wie HOMAG auf der Ligna zeigte. Per Barcode-Scan lassen sich die individuellen Daten, etwa für unterschiedliche Plattenarten und Sägeblätter, abrufen. Ein weiteres Angebot: Alle Maschinen, die in den Zellen des Kunden arbeiten, sind mit tapio verbunden und können mithilfe der tapio-App MachineBoard überwacht werden. Die App zeigt zum Beispiel an, welche Aktion eine Maschine als nächstes durchführt, ob Fehler auftreten und wann der Bediener an der Maschine benötigt wird. Quelle: Dürr Aktiengesellschaft

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