Digitalisierung der schweizerischen Mautkontrolle: Kapsch TrafficCom startet Aufbau des neuen Erfassungs­systems

Wien, 25.07.2025.

Kapsch TrafficCom hat mit der Errichtung des neuen schweizerischen Erfassungs­systems Straße (ESTR) begonnen. Dafür liefert Kapsch TrafficCom physische und digitale Infrastruktur und hochmoderne Videosensoren für stationäre und mobile Erfassungs­anlagen, um die lückenlose Einhebung der LKW-Abgabe (Leistungs­abhängige Schwerverkehrs­abgabe - LSVA) im ganzen Land effizient zu ermöglichen.

Der Vertrag wurde im April 2024 unterzeichnet und umfasst eine zweijährige Design- und Bauphase mit Pilotbetrieb bis Ende 2025 sowie eine achtjährige Betriebs- und Wartungs­phase bis Ende 2033. Außerdem gibt es eine Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre bis Ende 2035. Das Gesamt­volumen des Auftrags beläuft sich auf 74,5 Millionen Euro.

Carolin Treichl, EVP EMEA bei Kapsch TrafficCom, kommentiert das Projekt: „Wir sind sehr erfreut über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden. Dadurch kann die Schweiz, durch die immerhin ein Drittel aller transalpinen Güterlieferungen verkehren, die Abgabe lückenlos einheben.“

Mehr als 80 Grenzübergänge sowie dutzende Haupt- und Neben­straßen werden von der neuen Technologie abgedeckt – dadurch kann das Schweizerische Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) flächendeckend die LSVA sicher einheben. Gleichzeitig profitieren die LKW-Unternehmen von einer genauen, korrekten und verlässlichen Erfassung ihrer Passage, damit die Abgabe bei allen Unternehmen korrekt abgerechnet werden kann.

Projektumfang

Das System dient der orts- und zeitpunkt­genauen Erfassung der abgabe­pflichtigen Fahrzeuge, um letztlich für die korrekte Berechnung der Abgaben des Schwer­verkehrs auf Schweizer Straßen zu sorgen. Mittels stationärer Videosensorik an 169 Standorten werden an den Schweizer Grenzübergängen sowie im Landesinneren am hoch- und niederrangigen Straßennetz Fahrzeuge mit dem Ort und Zeitpunkt der Passage, ihrem Kennzeichen sowie ihrer Fahrzeugart erfasst. Dieser Erfassungs­vorgang wird durch entsprechendes Bildmaterial dokumentiert. An 83 Standorten wird gänzlich neues Tragwerk für die Videosensorik errichtet.

Das stationäre System wird durch 34 mobile Erfassungs­fahrzeuge ergänzt, die jederzeit und überall in der Schweiz positioniert werden können. Weiters wird am Standort des Schweizer Bundesamtes für Informatik (BIT) ein eigenes Rechenzentrum eingerichtet, um die erhobenen Daten sicher zu verarbeiten. Quelle: Kapsch TrafficCom AG

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