Verarbeitung von Containernummern und Lkw-Kennzeichen: Contargo macht "containerLib" frei verfügbar

Dortmund, 23.06.2026.

Contargo stellt der Logistikbranche einen intern entwickelten Code kostenlos zur Verfügung. Die sogenannte containerLib ist ab sofort als Open-Source-Lösung im Repository der Open Logistics Foundation verfügbar und hilft Unternehmen, Containernummern und Lkw-Kennzeichen standardisiert zu verarbeiten.

Gerd Schmidt, Head of IT bei Contargo. Bild: Contargo

In der täglichen Praxis der Containerlogistik werden Containernummern und Kennzeichen millionenfach verarbeitet. Bislang löst jedes Unternehmen diese Aufgabe für sich, mit eigenem Code, eigenen Validierungsregeln und eigenem Wartungsaufwand. Contargo, eines der führenden Unternehmen in der Container-Hinterlandlogistik, hat daraus eine Konsequenz gezogen: Die intern entwickelte Java-Bibliothek containerLib, die Containernummern nach ISO 6346 validiert und Lkw-Kennzeichen länderspezifisch prüft, steht ab sofort als Open-Source-Lösung im Repository der Open Logistics Foundation frei zur Verfügung. Unternehmen, die sie in ihre Softwareprojekte integrieren, sparen Entwicklungszeit, reduzieren Fehlerquellen und profitieren von einer Lösung, die durch die Community kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Für Contargo war die Entscheidung zur Veröffentlichung eine logische Konsequenz: Wer etwas Nützliches entwickelt, das weit über das eigene Unternehmen hinaus relevant ist, sollte es nicht für sich behalten.

„Funktionen wie die Validierung von Containernummern sind kein Wettbewerbsvorteil, sie sind Commodity“, erklärt Gerd Schmidt, Head of IT bei Contargo. „Die Veröffentlichung unseres Codes ist für uns kein Verlust, sondern ein Gewinn.“

Offen teilen, gemeinsam wachsen

Dass Contargo den Code nicht einfach intern nutzt, sondern ihn über die Open Logistics Foundation der gesamten Branche zur Verfügung stellt, ist ebenfalls eine bewusste Entscheidung. Die neutrale, gemeinnützige Stiftung sorgt dafür, dass die Lösung dauerhaft und kostenlos zugänglich bleibt, von einer aktiven Community weiterentwickelt wird und von Unternehmen jeder Größe genutzt werden kann. Für Contargo bedeutet das: Der eigene Code wird durch externe Perspektiven besser, robuster und langfristig wartbarer.

„Die containerLib ist ein Paradebeispiel für das, was wir mit der Open Logistics Foundation erreichen wollen", ergänzt Andreas Nettsträter, CEO der Open Logistics Foundation. „Unser Anspruch ist es, Lösungen, die die Branche braucht, gemeinsam zugänglich zu machen.“

Für die Open Logistics Foundation ist die Veröffentlichung der containerLib mehr als ein Einzelprojekt. Sie steht für eine Strategie: Die Stiftung will sich als zentrales Zuhause für genau solche Komponenten etablieren, als Ort, an dem Mitgliedsunternehmen intern entwickelte Lösungen der gesamten Branche zur Verfügung stellen. Contargo ist dabei ein Vorreiter. Perspektivisch sollen viele weitere Unternehmen folgen und eigene Open-Source-Komponenten beisteuern, um gemeinsam eine verlässliche digitale Basis für die gesamte Logistikbranche zu schaffen.

„Contargo macht vor, wie Unternehmen aktiv zur Digitalisierung der gesamten Branche beitragen können", so Nettsträter. „Nur gemeinsam können wir eine starke und verlässliche Grundlage für die Digitalisierung der Logistik schaffen.“ Quelle: Open Logistics Foundation

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