Testbetrieb im realen Straßenverkehr: Autonomer Linienbus startet in den Praxistest
v.l.n.r.: Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, Armin Pollehn, Bürgermeister von Burgdorf, ÜSTRA-Vorständin Denise Hain, ÜSTRA-Vorstandsvorsitzende Elke Maria van Zadel, Patrick Schieder, Bundesminister für Verkehr, und Steffen Krach, Präsident der Region Hannover. Bild: Region Hannover
Zur symbolischen ersten Fahrt war am Freitag Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gemeinsam mit Regionspräsident Steffen Krach, Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, den ÜSTRA-Vorständinnen Elke van Zadel und Denise Hain sowie Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen.
Der acht Meter lange Elektrobus des Herstellers KARSAN, ausgestattet mit Technologie des internationalen Partners ADASTEC, fährt künftig im regulären Mischverkehr – mit bis zu 40 km/h, 22 Sitzplätzen und einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Auf der rund sechs Kilometer langen Teststrecke durch Burgdorf bedient das Fahrzeug elf Haltestellen, überquert zehn Ampelkreuzungen und bewältigt urbane Herausforderungen wie Kreisverkehre und Fußgängerüberwege.
Streckenverlauf und Ausblick
Das Projekt ist auf der Strecke bewusst so angelegt, dass die Technik im Laufe der Praxiserfahrungen mitlernt. Es wird also eine erste Testphase geben, ehe darauf aufbauend die Strecke final erweitert wird. Zum Start fährt der albus auf dem Abschnitt vom ZOB Burgdorf über die Gartenstraße, Vor dem Celler Tor und Kleiner Brückendamm bis zum Schwarzen-Herzog-Kreisel und wieder zurück. In einem zweiten Schritt wird die Linie bis in die Südstadt verlängert, dann über die Geibelstr., Niedersachsenring, Berliner Ring, Immenser Landstraße und Immenser Straße.
Die Fahrten des albus werden künftig wochenaktuell auf uestra.de/albus abrufbar sein und das bestehende Angebot der Linie 906 ergänzen. Geplant ist eine Taktung von einer Fahrt pro Stunde.
Ab Montag, den 15. September 2025 können dann alle volljährigen Personen kostenlos mitfahren. Nach einmaliger und aus rechtlichen Gründen obligatorischer Anmeldung erhalten Fahrgäste einen personalisierten QR-Code – dieser dient als „Fahrkarte“ und muss beim Einstieg in den Bus vorgezeigt werden. Alle interessierten und volljährigen Personen haben bereits jetzt die Möglichkeit, sich auf uestra.de/albus für den Testbetrieb anzumelden. Während des Testbetriebs wird jede Fahrt von geschultem Sicherheitspersonal begleitet. Zudem wird das Projekt wissenschaftlich begleitet: Fahrgäste sind gebeten, nach der Mitfahrt in einer kurzen Online-Umfrage ihre Erfahrungen und ihr Feedback einzubringen.
Der Testbetrieb ist zunächst bis Ende 2025 geplant. Abhängig von der Nachfrage wird geprüft, ob eine Verlängerung realisiert wird. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit rund 3,7 Mio. Euro gefördert.
Albus-Fakten in Kürze:
- Start für Fahrgäste: Montag, 15. September 2025
- Taktung: 1 Fahrt pro Stunde
- Anmeldung: für alle ab 18 Jahren digital über www.uestra.de/albus
- Kosten: kostenlos
- Strecke, 1. Abschnitt: ZOB – Gartenstraße – Vor dem Celler Tor – Kleiner Brückendamm – Schwarzer-Herzog-Kreisel – zurück
- Strecke, 2. Abschnitt (später): Erweiterung bis Südstadt, über Geibelstr., Niedersachsenring, Berliner Ring, Immenser Landstraße, Immenser Straße
- Sicherheit: Genehmigung durch das Kraftfahrbundesamt (KBA), geschultes Fahrpersonal immer an Bord
- Dauer des Testbetriebs: bis Ende 2025, Verlängerung möglich
(Quelle: Region Hannover)










