Stromausfall in Spanien: Telematikdaten zeigen umsichtiges Fahrverhalten während des Blackouts

Madrid, 05.05.2025.

Trotz eines großflächigen Stromausfalls, der am 28. April ganz Spanien, Portugal und Südfrankreich betraf, zeigten viele Fahrer*innen umsichtiges Verhalten. Eine aktuelle Analyse¹ des Telematik-Anbieters Geotab zeigt: Das Risiko-Verhalten im Straßenverkehr ging spürbar zurück.

Heatmaps zeigen den Verkehr in Madrid um 13:00 Uhr am 27. April (oben) und um 13:00 Uhr am 28. April (unten), basierend auf Daten von Geotab. Bild: Geotab

Die von Geotab erfassten Telematikdaten belegen, dass die Anzahl starker Beschleunigungen pro Fahrzeug in den betroffenen Regionen im Vergleich zur Vorwoche um 19 % gesunken ist. Auch starkes Bremsen verringerte sich um 13 %, während scharfe Kurvenfahrten um 9 % zurückgingen. Trotz des weitgehenden Ausfalls von Ampeln und anderer Verkehrsregelungssysteme blieben viele Fahrer besonnen und sicher unterwegs.

Geotab untersuchte dabei drei zentrale Risikofaktoren – starkes Beschleunigen, starkes Bremsen und scharfe Kurvenfahrten – und konnte auf Basis der Daten von Geotab GO-Geräten einen deutlichen Rückgang dieser Ereignisse am Tag des Stromausfalls feststellen. Auch wenn keine Mobilfunkverbindung besteht, zeichnen die Geräte alle relevanten Fahrdaten auf und speichern bis zu 80.000 Datensätze im internen Speicher – was etwa einem Monat an Fahrdaten entspricht. Sobald wieder Netzabdeckung vorhanden ist, übertragen diese die Daten automatisch an die MyGeotab-Plattform.

Iván Lequerica, Vice President EMEA bei Geotab: "[...] Diese Art der Analyse, die durch unsere fortschrittlichen Konnektivitätslösungen möglich ist, verdeutlicht den Wert von Echtzeit- und Offline-Daten für das Verständnis und die Förderung von Verkehrssicherheit – selbst unter Extrembedingungen. Für Regierungen und professionelle Flotten bieten diese Erkenntnisse eine wertvolle Grundlage, um fundierte Entscheidungen für eine widerstandsfähigere Mobilität zu treffen.“

Auch die allgemeinen Aktivitätsniveaus veränderten sich im Laufe des Tages: Bis zum Stromausfall blieb die Anzahl aktiver Fahrzeuge in den betroffenen Regionen konstant. Ab etwa 12:30 Uhr jedoch sank sie um 46,99 %. Gleichzeitig nahm die durchschnittliche Dauer der Stopps um 8,21 % zu – was darauf hindeuten könnte, dass es infolge des Stromausfalls zu längeren Standzeiten durch Staus oder fehlende Verkehrskoordination kam.

Die Veränderung im Verkehrsfluss zeigt sich auch visuell: Eine Heatmap-basierte Analyse der Verkehrsdichte in Madrid jeweils um 13:00 Uhr am 27. und 28. April veranschaulicht deutlich den Rückgang des Verkehrsaufkommens.

Diese datengestützten Einblicke ermöglichen es Städten, Behörden und Unternehmen, gezielt Maßnahmen zu entwickeln, um Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit auch in Ausnahmesituationen zu verbessern.

¹ Die ausgewerteten Daten stammen ausschließlich von gewerblich genutzten Fahrzeugflotten und beziehen sich ausschließlich auf Fahrverhaltensindikatoren; Unfalldaten waren nicht Bestandteil der Analyse. Quelle: Geotab

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