Smartphone statt Schlüsselbund: AUMOVIO liefert integrierte Zugangslösung für europäischen Automobilhersteller

Regensburg, 06.05.2026.

Aumovio gewinnt einen Großauftrag für sein digitales Zugangssystem CoSmA. Erstmals liefert das Regensburger Technologieunternehmen eine vollständige End-to-End-Lösung – inklusive Cloud-Integration und Schlüsselverwaltung.

CoSmA verbindet Smartphone, Fahrzeug und Cloud. Bild: Aumovio

Das Technologieunternehmen AUMOVIO hat einen wichtigen Auftrag für sein digitales Fahrzeugschlüsselsystem CoSmA gewonnen. Ein großer europäischer Automobilhersteller setzt künftig auf die intelligente Zugangslösung – und das in einem besonders großen Umfang. AUMOVIO liefert CoSmA als vollständig integrierte End-to-End-Lösung aus einer Hand, die sämtliche Systemkomponenten umfasst: von der Fahrzeughardware und -software über die Anbindung mobiler Endgeräte bis hin zur Backend- und Cloud-Integration inklusive digitalem Schlüsselmanagement.

Der Fahrzeughersteller plant, die Technologie ab Serienstart 2028 schrittweise in seine Modellpalette zu integrieren. Bis Mitte 2029 soll CoSmA auf einen Großteil der relevanten Fahrzeugplattformen ausgeweitet werden. Der Auftrag markiert damit nicht nur einen geschäftlichen Meilenstein für AUMOVIO, sondern steht auch stellvertretend für einen breiteren Wandel in der Automobilindustrie: Digitale Zugangssysteme avancieren zu einer Schlüsseltechnologie im Zeitalter softwaredefinieter Fahrzeuge.

Smartphone als Fahrzeugschlüssel

Im Zentrum der Lösung steht CoSmA, ein digitaler Fahrzeugschlüssel, der das kontaktlose Entriegeln und Starten des Fahrzeugs über das Smartphone ermöglicht. Das Besondere: Das Gerät muss dafür nicht einmal in die Hand genommen werden. Die Nutzung erfolgt direkt über die Smartphone-Wallet – kompatibel mit Apple Wallet sowie gängigen Android-Wallet-Lösungen – und verzichtet vollständig auf eine separate Fahrzeug-App. Damit rückt der digitale Fahrzeugschlüssel in dieselbe Sicherheitsarchitektur wie hinterlegte Zahlungsdaten, was das Nutzungserlebnis intuitiver und die Sicherheit strukturell robuster macht.

Die technische Grundlage bildet eine Kombination aus besonders energieeffizienter Bluetooth-Verbindung und Ultra-Breitband-Funktechnologie (UWB). Letztere ermöglicht eine zentimetergenaue Positionsbestimmung des Smartphones relativ zum Fahrzeug – ein entscheidender Vorteil gegenüber älteren Systemen. Durch die präzise Ortung lassen sich typische Angriffsmuster wie sogenannte Relais-Angriffe, bei denen Unbefugte das Funksignal abfangen und imitieren, zuverlässig abwehren. Die erforderlichen digitalen Schlüssel werden dabei zentral über eine cloudbasierte Verwaltungsinfrastruktur generiert und sicher auf Fahrzeug und Endgerät bereitgestellt. Zusätzlich lassen sich mehrere Schlüssel parallel erstellen und unkompliziert mit Familienmitgliedern, Bekannten oder Servicedienstleistenden teilen.

Für den Fall eines leeren Akkus hält CoSmA eine weitere Absicherung bereit: Über eine NFC-basierte Backup-Funktion bleibt der Fahrzeugzugang auch bei ausgeschaltetem Display erhalten.

Zertifizierte Systemarchitektur nach CCC-Standard

Die Systemarchitektur von CoSmA erfüllt die aktuellen Standards des Car Connectivity Consortiums (CCC), einer unabhängigen und branchenweit anerkannten Organisation, die Interoperabilitäts- und Sicherheitsanforderungen für digitale Fahrzeugschlüssel definiert. Die Zertifizierung nach der neuesten CCC-Generation stellt sicher, dass das System höchste Anforderungen an Cybersecurity, Datenschutz und Systemstabilität erfüllt. Zugleich schafft der Standard die technische Grundlage für eine herstellerübergreifende Nutzung digitaler Fahrzeugschlüssel – ein zunehmend relevantes Merkmal in einem Markt, in dem Interoperabilität zwischen Geräten und Plattformen zur Selbstverständlichkeit wird.

Im Rahmen des aktuellen Auftrags liefert AUMOVIO das vollständige CoSmA-System: ein zentrales Steuermodul, Sende- und Empfängermodule mit UWB-Technologie, NFC-Reader mit NFC-Cards sowie eine intelligente Onboard-Software mit KI-Algorithmen. Neu hinzu kommt erstmals die vollständige Cloud- und Backend-Integration inklusive Schlüsselverwaltung. Die Architektur ist von Beginn an auf einen schrittweisen Rollout und die Skalierung über mehrere Fahrzeugplattformen ausgelegt. Gerade bei komplexen Systemen, bei denen Daten zwischen Steuergeräten, Smart Devices und Cloud-Servern ausgetauscht werden, bietet eine integrierte Lösung aus einer Hand klare Vorteile – in Bezug auf Datenmanagement, Systemstabilität, Lifecycle-Management und Entwicklungseffizienz.

Nächste Entwicklungsstufe: Fahrzeuge erkennen ihre Nutzenden

Mit dem gewonnenen Auftrag sieht AUMOVIO die aktuelle Marktentwicklung als Bestätigung des eigenen technologischen Kurses. Digitale Zugangssysteme gelten als erster Kontaktpunkt zwischen Fahrzeug und Fahrenden – und damit als zentrales Element des Nutzungserlebnisses moderner Software-defined Vehicles. Ein nahtloser, komfortabler Zugang schaffe nachweisbaren Mehrwert sowohl für Fahrzeughersteller als auch für Endnutzende: mehr Komfort, höhere Skalierbarkeit, verbesserte Sicherheit und eine zeitgemäße digitale Erfahrung.

Parallel zur Serienentwicklung arbeitet AUMOVIO bereits an der nächsten Evolutionsstufe unter dem Begriff „Intuitive Access". Das Ziel ist ambitioniert: CoSmA soll künftig mit der vorhandenen Fahrzeugsensorik verknüpft werden. Auf Basis von KI, Sensorfusion und Cloud-Konnektivität sollen Fahrzeuge in der Lage sein, Nutzende zu erkennen, ihre Absichten zu interpretieren und einen vollständig reibungslosen Zugang ohne jegliche manuelle Interaktion zu ermöglichen. Was heute noch nach Zukunftsvision klingt, könnte schon bald zur Serienrealität werden – CoSmA legt dafür die Grundlage.

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