LOGSOL unterstützt Simon Hegele bei der Automatisierung des Logistikzentrums in Kemnath
Auf über 24.000 Quadratmetern kombiniert der Kontraktlogistikdienstleister klassische Lagerarchitektur mit digital gesteuerter Lagertechnik. Neben sperrigen Metallkomponenten finden hier feinste elektronische Bauteile ihren Platz. Die Herausforderung liegt in der hohen Materialvielfalt und in Prozessen, die eng mit der laufenden Produktion verzahnt sind. Simon Hegele übernimmt die gesamte Produktionslogistik: von der Vormontage über die Fertigungsversorgung bis zur Kommissionierung.
Um die wachsenden Anforderungen zu erfüllen, wurde die Logistikfläche durch einen Neubau um weitere 19.000 Quadratmeter erweitert. Für Planung und Umsetzung setzte das Unternehmen auf die Expertise des Logistikberatungsunternehmens LOGSOL, das seit 2022 die Entwicklung des Standorts begleitet – von der ersten Datenerfassung über die Layoutplanung bis zur Implementierung sämtlicher Automatisierungskomponenten.
Ganzheitliche Planung
Der Anspruch war hoch: Ein effizientes Gesamtkonzept zu entwerfen, das sowohl den bestehenden als auch den neuen Standort integriert. LOGSOL übernahm die Aufgabe, sämtliche Materialflüsse neu zu strukturieren, technische Lösungen auszuwählen und unterschiedliche Lieferantenkonzepte zu bewerten. So entstand ein modular aufgebautes System, das flexibel auf zukünftige Produktionsanforderungen reagieren kann.
Die besondere Herausforderung lag in den langen Lieferzeiten für Lagertechnik, verursacht durch Pandemie und Energiekrise. Um den gesetzten Go-live-Termin zu halten, wurden Planung und Ausschreibung parallel vorangetrieben. Dieser unkonventionelle Ansatz zahlte sich aus: Das neue Logistikzentrum konnte Anfang 2023 fristgerecht in Betrieb genommen werden.
Automatisierung als Zukunftsfaktor
Mit dem AutoStore-System zog nicht nur Effizienz, sondern auch Präzision in die Lagerprozesse ein. Ergänzend dazu erarbeitete LOGSOL ein Konzept für fahrerlose Transportsysteme (FTS) mit automatisierten Schubmaststaplern, das die interne Materialbewegung optimiert. Diese können perspektivisch auch direkt Regalfächer bedienen – ein weiterer Schritt in Richtung vollautomatisierter Logistikketten.
Angesichts steigender Personalkosten und wachsender Anforderungen an Prozesssicherheit gilt die Investition in automatisierte Systeme als strategisch zukunftsweisend. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich Standardisierung und Digitalisierung zum Vorteil von Flexibilität und Zuverlässigkeit kombinieren lassen – ein Vorteil, der sich insbesondere in der Medizintechnik mit ihren hohen Qualitätsstandards auszahlt. Quelle: LOGSOL GmbH









