Bund gibt Förderzusage über 65 Millionen Euro zur Entwicklung innovativer Hafen-Technologien

Berlin, 02.12.2025.

Mit 65 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr wegweisende Projekte zur Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit in deutschen Häfen. Sechs innovative Konsortien setzen dabei auf künstliche Intelligenz, Autonomie und Umwelttechnologien.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr. Bild: Christian Hirte / Tobias Koch

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat in Berlin sechs Konsortien aus verschiedenen Hafenstandorten für ihre innovativen Entwicklungsprojekte ausgezeichnet. Die geförderten Initiativen sollen die deutsche Hafenwirtschaft fit für die Zukunft machen – digital, automatisiert und klimafreundlich. Insgesamt stehen rund 65 Millionen Euro an Fördermitteln bereit, um Forschung und Entwicklung in See- und Binnenhäfen gezielt zu stärken.

Parlamentarischer Staatssekretär Christian Hirte: „Mit der Förderung von sechs innovativen Hafenprojekten leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der deutschen See- und Binnenhäfen. Durch den gezielten Einsatz smarter Technologien treiben diese Projekte die Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit in der Hafenwirtschaft voran. Damit stärken sie die deutsche Hafenwirtschaft, insbesondere im Bereich der Wettbewerbsfähigkeit und beim Klima- und Umweltschutz.“

Digitalisierung und Effizienz im Mittelpunkt

Ein zentrales Ziel der Förderung ist es, die Leistungsfähigkeit der Hafenlogistik zu erhöhen und zugleich Emissionen zu reduzieren. Mit digitalen Plattformen, intelligenten Assistenzsystemen und datenbasierten Prozessen sollen Abläufe künftig effizienter und nachhaltiger gestaltet werden. Gleichzeitig stärkt das Programm die Wettbewerbsfähigkeit der Hafenstandorte und fördert die Anpassungsfähigkeit an neue technologische und ökologische Anforderungen.

Sechs geförderte Projekte

  • Das Projekt Port Connect, unter Leitung der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft, entwickelt eine Plattform für smarte Personaleinsatzplanung. Mithilfe von KI und maschinellem Lernen soll die Schichtgestaltung optimiert, die Transparenz für Beschäftigte und Unternehmen erhöht und der Energieverbrauch verringert werden.
  • Auch das Projekt StöSi, koordiniert von der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr, widmet sich der digitalen Sicherheit. Es zielt darauf ab, Notfall- und Kontinuitätsmanagement in Häfen zu verbessern, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Betriebsresilienz zu stärken.
  • Mit iPORTUS testet die Hamburg Port Authority autonome, batterieelektrisch betriebene Wasserfahrzeuge, die künftig selbständig in komplexen Hafenumgebungen agieren sollen. Entwickelt werden außerdem ein Leitstand für den Fernbetrieb sowie Standards für den sicheren, klimafreundlichen Einsatz solcher Systeme.
  • Das Projekt ModularShipAssist2 des Unternehmens Voith konzentriert sich auf modulare Assistenzsysteme zur Unterstützung von Schiffsmanövern. Durch energieeffiziente Steuerung, hochauflösende Umfeldanalyse und intelligente Missionsplanung sollen Hafenmanöver sicherer, präziser und umweltfreundlicher werden.
  • Mit Blick auf den Wandel der Arbeitswelt steht beim Projekt Port KI.Dialog+ 2030 die Qualifizierung von Hafenbeschäftigten im Mittelpunkt. Entwickelt werden KI-gestützte Lernsimulatoren und immersive Trainingsformate, um Mitarbeitende auf neue Technologien und Prozesse vorzubereiten. Zudem sollen Strategien entwickelt werden, um Akzeptanz und Vertrauen in den digitalen Wandel zu fördern.
  • Das sechste Vorhaben, DigiHUZ – Digitaler Hafenumweltzwilling, wird unter Führung von Rostock Port realisiert. Ziel ist es, mithilfe von Big-Data-Analysen und Echtzeitmessungen einen digitalen Zwilling des Hafenumfelds zu schaffen. Dieser soll Schall- und Luftschadstoffimmissionen überwachen, Prognosen liefern und Entscheidungen für umweltschonende Betriebsabläufe unterstützen.

 

Beitrag zur maritimen Zukunft

Mit diesen Projekten will die deutsche Hafenwirtschaft eine Vorreiterrolle in nachhaltiger und digitaler Logistik einnehmen. Die Förderung des BMV zeigt, wie technologische Innovation, Umweltschutz und Qualifizierung Hand in Hand gehen können. Was heute als Pilotprojekt beginnt, kann morgen die Grundlage für eine digital vernetzte und klimabewusste Hafeninfrastruktur bilden.

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