Schraubbarer Keramik-Drucksensor für Zustände bis 100 bar

Mainz, 28.08.2019.

Keramische Drucksensoren zeichnen sich zwar durch ihre Beständigkeit aus, stellten die Ingenieure aber immer wieder vor große Herausforderungen in Bezug auf die Montage. Der neue ME900 soll das Problem von möglichen Verspannungen in der Keramik durch werkseitige Montage in einem schraubbaren Edelstahlgehäuse lösen. Dadurch macht der von AMSYS GmbH & Co. KG angebotene Relativdrucksensor die Eigenschaft der chemischen Robustheit von Keramiksensoren einer größeren Nutzergruppe einfacher zugänglich.

Der neue Drucksensor ME900. Bild: AMSYS GmbH & Co. KG

Keramische Drucksensoren aus Al2O3 sind chemisch gegen nahezu alle aggressiven Medien resistent, neigen jedoch beim Anpressen der nackten Messzellen (rechts im Bild) zu Offsetfehlern durch Verspannung des Gehäuses.

Die Firma AMSYS aus Mainz bietet mit dem ME900 eine keramische Messzelle mit 9 mm Außendurchmesser an, die in ein Edelstahlgehäuse (AISI 316) mit einem 1/8-Gas (UNI338) Gewinde fest eingebaut ist. Der Drucksensor ist thermisch kompensiert und kalibriert und bietet eine Genauigkeit von bis 1 % bei 25 °C und 1,4 % im Bereich von 0 °C – 85 °C. Die Einsatztemperatur darf dabei zwischen -20 °C und 85 °C liegen. Die Relativdrucksensoren sind autark und benötigen keine zusätzliche Schaltung.

Die Relativdrucksensoren ME900 sind für die Druckbereiche 10 bar, 20 bar, 50 bar und 100 bar erhältlich. Bei 5V Versorgungsspannung liegt der Stromverbrauch bei unter 6 mA. Über den dreipoligen JST-Steckverbinder wird der Druck als ratiometrisches Signal ausgegeben. Das integrierte ASIC ermöglicht die Kalibration und die Temperaturkompensation bereits während der Herstellung. Zudem überwacht es den Alterungsprozess und ermöglicht die Rückverfolgung der Sensoren durch die gespeicherte Chargennummer.

Anwendungen

AMSYS empfiehlt den Einsatz der neuen Keramiksensoren für Anwendungen, bei denen mit (verunreinigtem) Wasser, Gasen oder aggressiven Medien gearbeitet wird, beispielsweise in der (Ab-)Wasser- oder Medizintechnik sowie für Pneumatik- und Hydraulikanwendungen im Bereich von 10 bis 100 bar. Quelle: AMSYS GmbH & Co.KG

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