8. TruckSymposium: Spediteure verbinden Ökologie und Ökonomie

Nürburgring,15.07.2013.

Die prompte Lieferung ist eine, aber längst nicht mehr die einzige Herausforderung, der sich Spediteure stellen müssen. Immer wichtiger wird das Thema Ökologie in der Logistikbranche – als Vorgabe der Kunden, um deren Umweltbilanz aufzubessern, aber auch als Faktor, um als Fuhrparkbetreiber wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn die Kraftstoffkosten gehören zu den größten Ausgabeposten der Spediteure und die steigen stetig weiter. 

8. TruckSymposium: Spediteure verbinden Ökologie und Ökonomie. Bild: ADAC

Um Co2-Ausstoß, Diesel sparende Fahrzeuge und Komponenten, innovative Telematikkonzepte und Spritspartrainings für die Trucker ging es beim 8. Truck Symposium im Rahmen des  ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring.

ADAC Mittelrhein und TÜV Rheinland, die das Symposium aus der Taufe gehoben haben, konnten den Teilnehmern, Speditionsunternehmen aus ganz Deutschland, auch in diesem Jahr zahlreiche Experten präsentieren. Dr. Klaus Manns, Vorstand Verkehr und Technik des ADAC Mittelrhein, sieht die Branche beim Thema Ökologie im Straßenverkehr auf einem guten Weg, um die hochgesteckten Ziele der Politik bei der Verringerung des CO2-Ausstosses, der Ressourcenverbrauches und der Geräuschemissionen zu erfüllen. „Technische Weiterentwicklungen reduzieren deutlich den Austoß von Emissionen, und die Klassifizierung von Nutzfahrzeugen durch Umweltlabels bietet den Unternehmern eine Orientierungshilfe beim Kauf neuer Fahrzeuge.“

„Wenn sich Ökologie und Ökonomie ergänzen, dann sind die rund 50 000 deutschen Spediteure auch bereit in „grüne“ Fahrzeuge und Technik zu investieren“, erklärte Prof. Jürgen Brauckmann, Vorstandsmitglied beim TÜV Rheinland auf dem Symposium. Um dem Kostendruck zu begegnen, setzt Brauckmann aber nicht nur auf technische Lösungen. „Die überwiegende Mehrheit der Spediteure führt bereits Verbrauchsanalysen pro Fahrzeug und Fahrer durch. Allerdings nutzen nur knapp die Hälfte der Unternehmen  Fahrerbewertungen und Belohnungen für einen effizienten Fahrstil als Instrument zur Verbrauchsminderung.“

Doch nicht nur die Kostenseite macht verstärkte Anstrengungen in das Thema Ökologie erforderlich, wie Adalbert Wandt, Präsident des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, erklärte. „Die EU-Kommission schreibt die drastische Verringerung der Treibhausgase vor, will die Kosten durch Staus verringern und einen nachhaltigen Verkehr organisieren. Den von der EU angestrebten Weg, 30 Prozent des  Güterverkehrs bis 2030 von der Straße auf Schiene und Schiff zu verlegen, hält er jedoch für unrealistisch. Wandt und sein Verband fordern stattdessen neue technologische Ansätze, um ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit im europäischen Güterverkehr miteinander zu verknüpfen. „Allerdings ohne dabei den Logistikstandort Europa, Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand in der EU zu gefährden“, so Wandt. 

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