Niemandsland und Interessengebiet: Online-User suchen Wissen über IT-Sicherheit

Berlin, 17.05.2019.

Beim Thema IT-Sicherheit gestehen sich viele Online-User geringes Wissen zu. Nur ein Drittel (34 Prozent) der Internetnutzer fühlt sich selbst in der Lage, ihre internetfähigen Geräte ausreichend vor Angriffen zu schützen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. 

Nach der Umfrage sagen zwei von fünf Nutzern (42 Prozent), dass sie sich gerne weiterbilden würden, um sich im Internet besser schützen zu können. Ebenso viele (39 Prozent) wissen aber nicht, an wen sie sich für Informationen zu Schutzmaßnahmen wenden sollen. „Die eigene Sicherheit im Internet ist Nutzern zu Recht sehr wichtig“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Die verfügbaren Informationen rund um IT-Sicherheit scheinen für viele noch nicht ausreichend oder verständlich genug zu sein.“ Dennoch sieht sich die Mehrheit selbst in der Pflicht, wenn es um die Sicherheit ihrer smarten Geräte geht. Nur ein Drittel (34 Prozent) gibt an, dass die Absicherung von Smartphones oder Computern vor allem Aufgabe der Hersteller sei. Beim Schutz von persönlichen Daten im Internet sagen sogar nur 3 Prozent, dass Hersteller oder Internetanbieter dafür hauptverantwortlich sind. 

„Internetnutzer können schon mit wenigen Maßnahmen viel für ihre Sicherheit tun“, so Dehmel. „Erste Schritte sind etwa komplexe Passwörter für Online-Zugänge zu nutzen und regelmäßig Software-Updates durchzuführen.“ Häufig würden potenzielle Einfallstore für Cyberkriminelle mit Updates schnell wieder geschlossen. Doch nicht alle Nutzer haben solche Aktualisierungen im Blick. Nur gut die Hälfte der Onliner (57 Prozent) installiert Software-Updates sobald diese vorgeschlagen werden.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.010 Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Quelle: Bitkom

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