GM führt neue digitale Fahrzeugplattform ein

Glattbrugg, 21.05.2019.

General Motors Präsident Mark Reuss hat die komplett neue Elektronikplattform des Unternehmens vorgestellt. Diese spielt eine zentrale Rolle für die nächste Fahrzeug-Generation, E-Fahrzeuge, Funktionen im Bereich der aktiven Sicherheit, des Infotainments und der Konnektivität sowie die Weiterentwicklung der „Super Cruise“ Fahrerassistenzfunktion. Neben weiteren Fortschrittstechnologien unterstützt sie die von GM verfolgte Vision des unfall-, emissions- und staufreien Fahrens.

Weltweit sollen die meisten GM-Modelle bis 2023 mit der neuen Fahrzeugplattform ausgestattet werden. Bild: GM

Im Zuge der rasanten Entwicklung in der Automobilindustrie bzw. deren Fahrzeugen in den kommenden fünf bis zehn Jahren werden zur Gewährleistung eines reibungslosen Zusammenspiels von Systemen wie E-Antrieben, der Fahrerassistenzfunktion „Super Cruise“ sowie fortschrittlicher Systeme der aktiven Sicherheit zunehmend größere elektrische Bandbreiten und Vernetzungsfähigkeiten benötigt.

Zunächst in der jüngst vorgestellten Cadillac CT5 Limousine des Modelljahrs 2020 eingesetzt, wird die neue Elektronik-Plattform noch dieses Jahr in Serie gehen und soll bis 2023 weltweit in den meisten Modellen von GM eingeführt werden.

Mit der Technologie wird ein Elektroniksystem betrieben, das ein Datenvolumen von bis zu 4,5 Terabyte pro Stunde verarbeiten kann. Dies entspricht der fünffachen Kapazität der aktuellen Elektrik-Architektur von GM.

Dank einer erweiterten Fähigkeit, Software-Updates ähnlich wie bei Smartphones nach dem Over-the-Air-Prinzip (d.h. über Funkschnittstellen) durchzuführen, ermöglicht das System die Übernahme von Funktions-Upgrades über den gesamten Fahrzeug-Lebenszyklus hinweg.

Zudem ermöglicht die neue Architektur dank Ethernet-Verbindungen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 100Mbs, 1Gpbs und 10Gbps die schnellere Kommunikation an Bord des Fahrzeugs selbst sowie mit externen Quellen.

„Die kritische Rolle von Software und ihrer Bedeutung für unsere aktuellen und zukünftigen Fahrzeuge kann nicht genug betont werden“, erklärt GM Präsident Mark Reuss. „Unsere neue digitale Fahrzeugplattform und später folgende Systeme werden all unsere künftigen Innovationen über ein großes Spektrum technologischer Weiterentwicklungen hinweg unterstützen, einschließlich E-Fahrzeugen und zunehmend automatisiertem Fahren.“

Cybersecurity ist ein weiterer wichtiger Stützpfeiler der neuen Architektur. Die System-DNA umfasst zusätzliche Sicherheitsfunktionen sowohl auf Hardware- als auch auf Software-Ebene und steht damit im Zeichen des vorausschauenden Denkens und Handelns des Unternehmens.

So gehört GM zu den ersten Automobilherstellern, die eine integrierte, globale und eigens auf den Bereich der Produkt-Cybersecurity ausgerichtete Organisation geschaffen haben: Dabei beschäftigt sich ein internes Expertenteam mit dem Schutz vor potenziellen Risiken unerlaubter Zugriffe auf Fahrzeuge und Kundendaten.

Ebenso hat GM bereits vor Jahren ein Programm zur Aufdeckung von Sicherheitsgefährdungen aufgesetzt, das unter anderem einer intensiveren Vernetzung mit wissenschaftlichen Institutionen dient. Entstanden ist daraus mittlerweile ein formelles, sogenanntes „Bug-Bounty-Programm“ zur Aufdeckung, Behebung und Bekanntmachung von Softwarefehlern, das die Maßnahmen von GM im Bereich Cybersecurity noch weiter verstärkt.

Außerdem hat GM den Vorsitz des Auto-ISAC (Automotive Information Sharing & Analysis Center) inne: Der Zusammenschlusses von Partnern der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand dient dem Austausch und der Analyse von Erkenntnissen über aufkommende Cybersecurity-Risiken für die Automobilindustrie.

Entwickelt wurde die Elektronik-Plattform durch ein Team von Elektro-, Hardware- und Software-Ingenieuren in weltweiten GM-eigenen Einrichtungen. Quelle: General Motors Europe AG

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