Geschäftsjahr bei Schmitz Cargobull: Rohstoffknappheit wiegt schwerer als Corona-Pandemie

Horstmar, 13.10.2021.

Das Geschäftsjahr 2020/21, vom 1. April 2020 bis 31. März 2021, stand bei Schmitz Cargobull ganz unter dem Zeichen der Coronavirus-Pandemie. Dennoch konnte man ein positives Ergebnis erzielen. Insgesamt hat das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr 42.470 Fahrzeuge produziert und mit 5.700 Mitarbeiter*innen einen Umsatz von 1,74 Mrd. Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 18,7 Mio. Euro auf 102,3 Mio. Euro gesteigert werden. Im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 beeinflussen allerdings die stark steigenden Rohstoffpreise die Profitabilität.

Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG. Bild: Schmitz Cargobull

„Im Pandemiejahr haben wir trotz starker Unsicherheiten, Kurzarbeit sowie Kontakt- und Reisebeschränkungen an unseren strategischen Projekten weitgehend festgehalten. Für uns ist es vor allem wichtig, als zuverlässiger innovativer Partner für unsere Kunden da zu sein und unser Geschäft langfristig abzusichern“, so Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG.

Aus der sich abzeichnenden leichten Erholung des Marktes Anfang 2020 wurde durch den Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa eine steile Talfahrt. In der ersten Jahreshälfte sah sich Schmitz Cargobull zeitweise mit mehr Stornierungen als neuen Aufträgen konfrontiert. In der zweiten Jahreshälfte wiederum schnellte der Auftragseingang nach oben. Angesichts der angespannten Situation in den Lieferketten stellte diese ausgeprägte V-Form der Erholung alle Unternehmensbereiche vor große Herausforderungen. 

Fokus auf Elektrik und Telematik

Im letzten Geschäftsjahr hat Schmitz Cargobull neben den gewichtsoptimierten Chassis, die aerodynamischen Curtainsider der EcoGeneration, mit den drei Modellen EcoFIX, EcoFLEX und EcoVARIOS auf den Markt gebracht, die den Luftwiderstand drastisch reduzieren. Neben der Weiterentwicklung der traditionellen Trailer, legte Schmitz Cargobull besonderen Fokus auf die Elektrik/Elektronik-Systementwicklung (E/E) mit den Bereichen Telematik, Bremssteuerung und Elektrik/Elektronik. Mit ihr gelingt es Schmitz Cargobull, sämtliche E/E-Systeme zu vernetzen, die Digitalisierung der Produkte voranzutreiben und Telematik-Applikationen schneller umzusetzen. Als Ergebnis dieser Gesamtsystemverantwortung erhalten die Kunden hochintelligente Trailer für noch mehr Effizienz ihrer Geschäfte. 

Der Vorstand hält an den Kernzielen der Strategie 2025 fest. „Das heißt für uns konkret: weltweit führender Technologieführer für Transportlösungen, europäischer Marktführer bei Sattelcurtainsidern, Sattelkoffer und Sattelkipper und ein Umsatzziel von mehr als 3 Mrd. Euro“, so Andreas Schmitz. Eine Grundlage für das geplante Wachstum bilden Innovationen und Services, die Schmitz Cargobull als Vorreiter im Trailermarkt konsequent vorantreibt. Im Rahmen der Strategie „100 % SMART“ werden jetzt neben allen S.KO COOL SMART-Trailern auch alle S.CS SMART-Curtainsider und S.KO EXPRESS SMART-Trockenfrachtauflieger serienmäßig mit dem Telematiksystem TrailerConnect® ausgestattet. Mit dem Data Management System sichert Schmitz Cargobull seinen Kunden die Kontrolle über ihre eigenen Daten, und ermöglicht dennoch eine effektive Vernetzung über die ganze Transportkette, damit der Transport effizient abgewickelt werden kann. 

„Neben der Digitalisierung spielt Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle: Mit den Curtainsidern der EcoGeneration haben wir unseren Kunden im Geschäftsjahr 2020/21 Fahrzeuge präsentiert, die wesentlich zur Kraftstoff- und CO2-Einsparung beitragen und den ökologischen Fußabdruck unserer Kunden verbessern“, so der Vorstandsvorsitzende. Mit dem rein elektrisch betriebenen Sattelkoffer S.KOe mit elektrischer Transportkältemaschine S.CUe hat Schmitz Cargobull auch die Elektromobilität zur CO2-Senkung stärker in den Mittelpunkt gestellt. Erste vollelektrische S.KOe Sattelkoffer befinden sich bereits bei Kunden im Praxistest. 

Erstmalig in diesem Jahr präsentiert Schmitz Cargobull seinen nach GRI-Standard erstellten Nachhaltigkeitsbericht. Der nun vorgelegte Bericht ist Ausgangspunkt für die weitere Systematisierung der Nachhaltigkeitsaktivitäten im gesamten Unternehmen. Er soll transparent machen, wie Schmitz Cargobull das Umwelt- und Energiemanagement, aber auch die Themen Lieferkette und Compliance sowie Arbeitssicherheit und die Entwicklung der Mitarbeiter steuert. Quelle: Schmitz Cargobull

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