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Fahrzeughersteller Paul startet serienmäßige elektrische Umrüstung von Nutzfahrzeugen

Vilshofen/Wiehl, 30.01.2018.

Die Unternehmensgruppe Paul, Hersteller von Sonderfahrzeugen, startet die serienmäßige Elektrifizierung kommunaler Nutzfahrzeuge mit dem BPW-Achsantrieb.

v.l.: Walter Pötzinger, Bernhard Wasner (beide Geschäftsführer Paul Nutzfahrzeuge GmbH), Markus Schell (persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter BPW Bergische Achsen KG) und Josef Paul (Inhaber und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Paul Nutzfahrzeuge GmbH). Bild: Paul Group

Die Unternehmensgruppe Paul, einer der europäischen Marktführer im Bereich Sonderfahrzeugbau, kündigte im Rahmen einer Veranstaltung für Kommunen in Vilshofen den serienmäßigen Umbau von Mercedes-Benz Vario zu Elektrofahrzeugen in Zusammenarbeit mit der BPW Bergische Achsen KG an.

Der Clou: Der gesamte konventionelle Antriebsstrang (Motor, Getriebe, Differentialachse, etc.) wird dabei ersatzlos entfernt. Den Antrieb übernimmt eine neuartige elektrische Achse des Transport- und Fahrwerkspezialisten BPW. Das Fahrzeug wird durch den Umbau nicht schwerer, weil das Gewicht der Fahrzeugbatterien durch den Entfall von Motor, Getriebe und Abgasreinigung kompensiert wird. Die Elektrifizierung macht das Fahrzeug sogar agiler: Das Drehmoment legt deutlich zu, die Räder können einzeln angesteuert werden. Daneben verringert sich der Wendekreis durch "active steering control" der Hinterachse.

Aufgrund seiner Robustheit und technischen Voraussetzungen ist der MB Vario auch nach seinem offiziellen Produktionsende eine der gebräuchlichsten Plattformen für Nutz- und Spezialfahrzeuge von Kommunen, Polizei und Bundeswehr, aber auch von vielen kommerziellen Unternehmen: Die hohe Nutzlast und ausgeprägte Zuverlässigkeit sowie das großzügige Fahrerhaus prädestinieren diese Baureihe als Basis für Umbauten. Die Haltedauer bei den oft nur saisonal eingesetzten Spezialfahrzeugen ist traditionell lang – und ein ab Werk elektrisch angetriebener Nachfolger des MB Vario ist nicht in Sicht. Daneben bieten sich kommunale Fahrzeuge für die Elektrifizierung aufgrund ihrer Fahrprofile ideal an. Viele der Fahrzeuge fahren weniger als 100 km an Tag und werden jeden Abend auf demselben Betriebshof geladen. 

Walter Pötzinger, Geschäftsführer der Paul Nutzfahrzeuge GmbH, kommentiert: „Viele Kommunen laufen Gefahr, künftig Fahrverbote auch gegen sich selbst aussprechen zu müssen – schließlich gehören sie selbst zu den größten Betreibern dieselgetriebener Nutzfahrzeugflotten. Durch die elektrische Umrüstung können diese Spezialfahrzeuge über viele weitere Jahre im Einsatz bleiben. Das rechnet sich – zumal der E-Antrieb in Betrieb und Wartung günstiger ist als der Verbrennungsmotor.“ Quelle: BPW Bergische Achsen KG

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