SINFOSY vernetzt Maschinen KI-gestützt in der Fertigung

Königs Wusterhausen, 16.10.2026.

Gerade in gewachsenen Produktionsumgebungen liegen wichtige Informationen häufig verteilt vor. Neuere Maschinen liefern digitale Daten, während ältere Anlagen teilweise über keine geeigneten Schnittstellen verfügen. Hinzu kommen manuelle Aufzeichnungen, Rückmeldungen aus der Fertigung und Erfahrungswissen. SINFOSY verbindet die Datenerfassung an Maschinen mit der Betrachtung von Materialflüssen, um Abläufe und Verbesserungspotenziale sichtbar zu machen.

Maschinendaten direkt aus der Produktion: Der SINFOSY-Sensor mit Schutzart IP68 macht Betriebszustände und Stillstände sichtbar. Bild: SINFOSY digital GmbH

Auch ältere Maschinen als Datenquelle nutzen

Mit SILVA light setzt SINFOSY handelsübliche Smartphones zur Maschinenüberwachung ein. Die integrierte Sensorik erfasst beispielsweise Vibrationen, Bewegungen und Lichtsignale. Daraus lassen sich – abhängig von der Anwendung – Laufzustände, Taktzyklen, Stillstände und Rüstvorgänge erkennen.

Das Smartphone wird an der Maschine befestigt. Die Installation dauert wenige Minuten und erfordert keinen Zugriff auf die Maschinensteuerung. Damit können Unternehmen auch bestehende Anlagen ohne aufwendigen Umbau in eine digitale Prozessbetrachtung einbeziehen.

Ein Dashboard stellt die gewonnenen Daten dar. Verantwortliche können erkennen, wann eine Maschine arbeitet, wann sie wartet und ob sich bestimmte Stillstandsmuster wiederholen. Ergänzende Rückmeldungen aus der Fertigung helfen dabei, technische Störungen von organisatorischen Ursachen zu unterscheiden.

Materialbewegungen und Wartezeiten erfassen

Eine laufende Maschine allein sagt noch wenig darüber aus, wie effizient der gesamte Wertstrom ist. Material kann vor einer Station warten, in Puffern liegen bleiben oder unnötige Wege zurücklegen.

Die Prozess- und Wertstromplattform SINTRA verknüpft entsprechende Informationen für eine umfassendere Betrachtung der Produktion. SINTRA AIPick ergänzt diese Sicht durch optische Echtzeit-Ortung: Fest montierte Smartphone-Kameras erfassen markierte Objekte und ordnen deren Positionen einem digitalen Werkslayout zu.

So werden Materialbewegungen und Aufenthaltsorte nachvollziehbar. Je nach Anwendung unterstützen die Daten beispielsweise die Analyse von Suchzeiten, Pufferbeständen und Transportabläufen.

Standardhardware für den industriellen Einsatz

Ein Smartphone mag im industriellen Umfeld zunächst ungewöhnlich erscheinen. Für die beschriebenen Anwendungen vereint es jedoch mehrere benötigte Komponenten: Sensorik, Kamera, Rechenleistung, Bildschirm und Konnektivität sind bereits in einem kompakten und vergleichsweise günstigen Gerät vorhanden. Das erleichtert die Installation, die schrittweise Erweiterung und den Austausch einzelner Geräte.

Für den Einsatz in der Produktion werden die Smartphones fest montiert und passend zur jeweiligen Aufgabe eingerichtet. Bei optischen Anwendungen schafft die feste Kameraposition die Voraussetzung für reproduzierbare Aufnahmen.

Die Geräte dienen als zentral verwaltete Arbeitsmittel und können auf die benötigte Anwendung beschränkt werden. Stromversorgung, Schutzgehäuse und Zugriffsrechte werden ebenso an die Produktionsumgebung angepasst wie die kontrollierte Übertragung und Speicherung der erfassten Daten und Bilder. Datensicherheit entsteht dabei durch das Zusammenspiel von Gerätekonfiguration, Software und organisatorischen Vorgaben.

Das Smartphone wird damit als bewusst gewählte Standardhardware in ein definiertes Gesamtsystem eingebunden.

Von der Datenerfassung zur kontinuierlichen Verbesserung

Digitale Wertstromdaten schaffen eine Grundlage, um wiederkehrende Engpässe zu untersuchen, Maßnahmen zu priorisieren und ihre Wirkung zu überprüfen. Unternehmen können beispielsweise nachvollziehen, ob sich Wartezeiten nach einer Änderung tatsächlich verkürzen oder bestimmte Stillstände seltener auftreten.

Die Erfahrung der Mitarbeitenden bleibt dabei entscheidend. Messwerte zeigen, wann und wo eine Abweichung auftritt. Die Menschen am Shopfloor helfen, die Ursachen zu verstehen und praktikable Änderungen umzusetzen.

Der Einstieg kann an einer einzelnen Maschine oder einem ausgewählten Prozessabschnitt erfolgen. Auf dieser Basis lässt sich die Datenerfassung schrittweise erweitern und dauerhaft für die Verbesserung von Produktion und Logistik nutzen. Quelle: SINFOSY digital GmbH

zurück TOP