Qualitätsabhängige Finanzierung der Krankenhäuser: Funktioniert das in der Praxis?

Kategorie: 
Konferenz
Schwerpunktthema: 
Human-Telematik

Hamburg, 28.01.2015. Die Idee klingt bestechend: Krankenhäuser, die Patienten nachweisbar mit besonders guter Qualität behandeln, sollen durch Zuschläge finanziell belohnt werden. Und jene, die bei bestimmten Qualitätsparametern stark unterdurchschnittlich bewertet werden, erhalten nur eine um bestimmte Abschläge reduzierte Vergütung.
 
Vorgesehen ist das im Krankenhausstrukturgesetz. Bis Jahresende sollen der Gemeinsame Bundesausschuss und das ihn beratende Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) Kriterien entwickeln, um die Qualität der Krankenhäuser künftig bewerten zu können.
 
Doch ist es so einfach, wie es klingt? Es gibt gewichtige Vorbehalte: „Wenn Krankenhäuser schlechte Qualität erbringen, sollten sie ganz aus der Versorgung genommen werden“, warnt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. Vor Fehlanreizen warnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft: „Abschläge sind geeignet, als Rabatte uminterpretiert zu werden und damit Anreize zu setzen für geringere Qualität.“
 
Eine ganze Reihe fehlgeschlagener P4P-Projekte im Ausland zeigten, „dass die Umsetzung komplexer ist, als es zunächst scheint“, so IQTiG-Chef Dr. Christof Veit.
 
Die Debatte wird fortgesetzt: Am 9. März diskutieren auf dem Gesundheitskongress des Westens in Köln unter dem Titel: "Qualitätsabhängige Finanzierung der Krankenhäuser. (Wie) Kann das in der Praxis funktionieren?" Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin der Klinikum Region Hannover GmbH, Dr. Rainer Norden, Vorsitzender der Geschäftsführung des Ev. Krankenhauses Bielefeld gGmbH, und Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinkums Augsburg.
 
Beim zehnten Gesundheitskongress des Westens erwarten wir wieder rund 900 Besucher - Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und Gesundheitsunternehmen, aus Forschung und Wissenschaft.
 
Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.gesundheitskongress-des-westens.de

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