Hamburg, 22. Februar 2016. Führende Experten sprechen über Status Quo und Aussicht der vernetzten Welt der Elektromobilität auf dem Forum ElektroMobilität - KONGRESS am 01. + 02. März in Berlin.
Der Wunsch sein Elektroauto immer, überall und sofort laden zu können erscheint aus Nutzersicht selbstverständlich. Gleichzeitig stellt dies aktuell eine große Herausforderung in der Elektromobilität dar. „Grund dafür ist ein Flickenteppich aus schwer zugänglichen Ladeinfrastrukturen in ganz Europa. Proprietäre Zugangs- und Abrechnungssysteme führen oftmals zu `Insellösungen´, deren Nutzung auf einen begrenzten Kundenkreis beschränkt ist.“, so Thomas Daiber, Geschäftsführer der Hubject GmbH und Referent auf der Jahresveranstaltung des Vereins Forum ElektroMobilität. In seinem Vortrag „intercharge – Kundenfreundliches Laden in ganz Europa über eRoaming“ spricht Daiber über die aktuelle Situation für Elektroautofahrer und stellt die Business- und IT-Plattform der Hubject GmbH vor.
„Die meisten europäischen Ladestationsbetreiber und Automobilhersteller setzen aktuell auf längerfristige Vertragsverhältnisse mit ihren Endkunden. Elektroautofahrer müssen sich fest an einen Betreiber binden um dessen Ladestation nutzen zu können – Fahrer mit Fahrstromverträgen von anderen Anbietern sind von der Nutzung dieser Ladesäulen oftmals ausgeschlossen.“, erklärt Daiber und ergänzt: „Für den Nutzer spielt es jedoch keine vorrangige Rolle, wer die Ladestationen betreibt oder mit Strom beliefert. Elektroautofahrer wünschen sich eine lückenlose Ladeinfrastruktur, welche einfach und komfortabel nutzbar ist. Das fängt bei der Frage an, wo sich die nächste Ladestation befindet, wie man diese verwenden und bestenfalls sogar vorab reservieren kann. Damit kundenfreundliches Laden selbstverständlich wird, muss der Zugriff technologieneutral über alle gängigen Zugangsmedien möglich sein – egal ob über Smartphone-App, Ladekarten, NFC oder die Plug&Charge-Technologie.“, meint Daiber.
„Das Joint Venture Hubject wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen, um mit dem offenen, synergetischen Marktmodell „eRoaming“ – gemeinsam mit allen relevanten Akteuren in der Elektromobilität – die `Insellösungen´ in der europäischen Ladeinfrastrukturlandschaft zu vernetzen. Über eine standardisierte technische Schnittstelle und ein einheitliches Vertragsrahmenwerk erhalten Fahrstromanbieter den Zugang zur europäischen Ladeinfrastruktur im intercharge-Netzwerk. Hubject sorgt im Hintergrund dafür, dass alle Partnersysteme über die Plattform echtzeitvernetzt sind.“, erklärt Daiber. Der offene Plattformansatz fördert zudem die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle in der Elektromobilität. Unternehmen aller Art können mitmachen und ihre Lösungsangebote in das Netzwerk integrieren, egal ob Automobilhersteller, Energieversorger, Tankkartenanbieter oder Start-Up.
Der gesamte Beitrag ist am 01. März in der Session „Bauen, Wohnen, Laden - Elektromobilität“ zu hören. Weitere Akteure sind u.a.
- Dr. Stefan Lösch, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM / AktivPlus e.V.:
(Keynote) „Neue Gebäudestandards durch Elektrofahrzeuge?“
- Dr. Malte Helbig, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Ladeinfrastruktur in Gebäuden - Rahmenbedingungen für Neubau und Bestand“
- Claas Bracklo, BMW AG / CharIN e.V.: „CharIN e.V.: Der Weg zum Erfolg eines globalen Ladestandards – Technologie, Standardisierung, Organisation“
- u.v.w.
Insgesamt berichten mehr als 30 namhafte Referenten über aktuelle Entwicklungen, Projekte sowie Herausforderungen im Gesamtsystem Elektromobilität. Weitere Themenschwerpunkte sind:
- Energiespeicher und Zellproduktion in Deutschland
- Automatisiertes u. vernetzes Fahren
- Fahrzeug- und Antriebskonzepte
- Querschnittsthemen
Alle Informationen zum Fachprogramm, zu den Partnern der Fachausstellung sowie die Teilnahmeunterlagen stehen online zur Verfügung: www.forum-elektromobilitaet.de/ und können bei der Geschäftsstelle (info@forum-elektromobilitaet.de) als Druckexemplar angefordert werden. Die Anzahl der Konferenzplätze ist begrenzt, eine zeitnahe Anmeldung wird daher empfohlen.
Der KONGRESS ist die Jahresveranstaltung des Innovationsnetzwerkes Forum ElektroMobilität e.V. und hat sich als wichtige Dialogplattform für rund 250 Entscheider und Experten aus Wissenschaft, Großindustrie, Mittelstand und der Politik etabliert. Das hochkarätige Vortragsprogramm wird durch eine Podiumsdiskussion sowie einer exklusiven Abendveranstaltung ergänzt. Die Anzahl der Konferenzplätze ist begrenzt, eine zeitnahe Anmeldung wird daher empfohlen.










